Es entstehen auch Wohnungen

Neue Siedlung für Einheimische geplant: Gemeinde vermietet jetzt auch Reihenhäuser

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An der Aschheimer Straße entsteht eine neu Siedlung. Die Gemeinde Unterföhring schafft Wohnraum, der vor allem an Einheimische gehen soll. Erstmals vermietet sie auch Reihenhäuser.

Unterföhring – Unterföhring entwickelt das Baugebiet an der Aschheimer Straße weiter. Gegen die Stimmen der CSU hat der Gemeinderat den Bebauungsplan geändert. Zwischen Römerweg und Bahnlinie will die Gemeinde vierstöckige Wohnblöcke und 21 dreistöckige Reihenhäuser bauen und vermieten.

Neu ist auch die Entscheidung für eine feste Kindertagesstätte im Quartier. „Auf deren Dach sollen Wohnungen für das Personal entstehen“, erläuterte Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (PWU). Bisher gibt es in der Siedlung nur eine Interims-Einrichtung in Containern.

In den vergangenen Jahren haben rund 40 Unterföhringer Familien ihr eigenes Reihenhäuschen im Einheimischen-Modell gebaut.

Miete statt Eigenheim

Der Gemeinderat hatte sich 2017 aufgrund rechtlicher Unsicherheiten gegen eine erneute Vergabe von vergünstigtem Bauland an Einheimische entschieden, anders als andere Kommunen. „Leider“, wie der Bürgermeister sagt. Seither baut die Gemeinde Wohnungen und vermietet sie günstig an Unterföhringer, wer zum Zug kommt, entscheidet der Wohnungsausschuss.

Zwei Riegel mit insgesamt 40 Wohnungen sind bereits bezogen. Einen Block mit 19 Wohnungen baut die Gemeinde in Zeile 18 für 8,5 Millionen Euro gerade mit dem Büro Goergens und Miklautz. Künftig werden Unterföhringer also sogar Reihenhäuser mieten können.

Die Gemeinde will im Einheimischen-Modell an der Aschheimer Straße einen Mix aus Geschossbau (orange) und Reihenhäusern (blau) bauen und vermieten. Grafik: MM

Zuvor hatten Architekten des Büros Goergens und Miklautz mehrere Varianten mit den Fraktionen diskutiert. Die CSU hätte das Kinderhaus lieber außerhalb des Wohngebiets angesiedelt, „damit wir 16 Reihenhäuser mehr für kinderreiche Familien schaffen können“, sagte Fraktionssprecher Manfred Axenbeck. Für die Kita wäre nach Meinung der CSU der Abenteuerspielplatz an der Aschheimer Straße der richtige Standort gewesen. „Einen so großen Spielplatz brauchen wir nicht, im Norden haben wir genug Grün“, sagte Axenbeck.

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Die Spielplatz-Fläche hatte die Gemeinde ursprünglich als Friedhofserweiterung vorgesehen, die sie nun nicht mehr braucht. Denn der Trend geht auch in Unterföhring zur Urnenbestattung. Das verringert den Flächenbedarf. Laut Verwaltung wird die Friedhofsfläche mindestens noch 30 Jahre reichen.

Wohnmix „sehr gelungen“

PWU, SPD und Grüne sprachen sich gegen die Versiegelung des Spielplatzes aus. Dort hätten schon Generationen gespielt, stellte PWU-Sprecher Manuel Prieler fest, „er ist wunderbar und sehr beliebt“. Thomas Weingärtner (SPD) nannte den Wohnmix aus Geschosswohnungen und Reihenhäusern „sehr gelungen“. „Bei allen Wohnungen, die nötig sind, muss man auch sehen, was möglich ist.“ Reihenhäuser würden das Baugebiet auflockern, „es war richtig, das Wohngebiet neu zu denken.“

Die Kindertagesstätte wird mit sechs Gruppen Plätze für 150 Krippen- und Kindergartenkinder bieten. Im Süden schließt sich eine Freifläche mit 1700 Quadratmetern an, auf der eine Erweiterung möglich wäre, insbesondere wenn die Einwohnerzahl weiter steigt.

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icb

Rubriklistenbild: © MM

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