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Ali Cakil ist der Betreiber des Postcafés. Weil der Stauraum fehlt, stapeln sich die Pakete im Café.

Neuer Laden für die Postfiliale

  • Charlotte Borst
    vonCharlotte Borst
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Die stark frequentierte Postfiliale im Unterföhringer Bahnhofsgebäude wird um eine neue Ladeneinheit erweitert. Das hat der Gemeinderat einstimmig entschieden.

Unterföhring – Das Postcafé ist für all die Paketstapel zu eng geworden, der Stauraum reicht nicht, die Päckchen türmen sich auch vor der Theke, besonders vor Weihnachten. Daher kann Betreiber Ali Cakil, der neben der Postfiliale auch einen Postbankschalter und ein Café im Laden betreibt, den Datenschutz nicht garantieren (wir berichteten).

Schon im Juni hatte der Gemeinderat auf Antrag von SPD-Fraktionssprecher Philipp Schwarz das Thema diskutiert. Schwarz hatte beantragt, dass genau gegenüber des Postcafés ein neuer Laden eingebaut werde. Doch die Post AG lehnte eine eigene Postfiliale in Unterföhring ab. Daraufhin beschloss der Gemeinderat die Erweiterung des bestehenden Ladens um 25 Quadratmeter nach Norden bis zur Automatiktür, und Schwarz zog seinen SPD-Antrag zurück.

Doch nach der Beschlussfassung gab es neue Diskussionen. Betreiber Cakil teilte der Gemeinde mit, dass diese Fläche viel zu klein sei und künftig nicht ausreichen werde. Cakil bat um eine eigene Ladenfläche, auf der er die Postfiliale einrichten wolle. Die Gemeindeverwaltung empfiehlt nun, die nördliche Fläche im Bahnhofsgebäude zu verwenden, die 80 bis 100 Quadratmeter groß ist. „Alles, was die Situation verbessert, ist gut“, sagte Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (PWU) gelassen. Die Gemeinde habe diese Lösung vor Ort geprüft und auch mit der Post abgestimmt. „Sozialraum und Toiletten“ seien nicht vorgesehen, erklärte Kemmelmeyer. Der Pachtvertrag mit Betreiber Cakil wird erweitert. Für das Weihnachtsgeschäft soll ein Container aufgestellt werden. Allerdings lehnte es die Post ab, dafür zu zahlen.

SPD-Fraktionssprecher Philipp Schwarz lobte die „gute Lösung“. Betina Mäusel (CSU) kritisierte die Post, dass sie in einen Ort wie Unterföhring, der mit all seinen Arbeitsplätzen einer Kleinstadt gleiche, „keine Post hinstellt“. Sie bat darum, dass ein „ansehnlicher Container“ ausgesucht werde, „das ist ja dort unser Entrée“.

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