Auf großes Interesse gestoßen: Der neue Unterföhringer Verein Familien-Haus e.V. bei seiner Gründung.
+
Auf großes Interesse gestoßen: Der neue Unterföhringer Verein Familien-Haus e.V. bei seiner Gründung.

Plattform für Kinder, Eltern und Großeltern: Familien-Haus Unterföhring gegründet

  • Charlotte Borst
    vonCharlotte Borst
    schließen

Mit ihrem „Familien-Haus“ haben die Initiatoren einen Nerv getroffen. Bei der Gründungsveranstaltung im Restaurant Politia sind am Mittwoch auf Anhieb gut 30 Familien Mitglied geworden, darunter auch Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer.

Unterföhring – „Vernetzen, wachsen, Freunde finden“ heißt das Motto des „Familien-Haus Unterföhring e.V.“. Im Herbst wird die Vereinsgründung groß gefeiert.

„Wir sind überwältigt, dass so viele Leute unserer Einladung gefolgt sind“, sagt Tanja Gernet, die am selben Abend zur Vorsitzenden gewählt wird. Das „Familien-Haus“ will zur Plattform in Unterföhring werden, über die sich Familien treffen, kennenlernen und zusammenwachsen können. „Wir wollen Familien in verschiedenen Lebenssituationen unterstützen“, sagt Christelle Lindhauer, zweite Vorsitzende. Und damit sind Kinder, Eltern und Großeltern gemeint. Der Verein will „in sozialer Weise für Familien da sein“, sagt Gernet: Gruppentreffs anbieten, Kurse zur Geburtsvorbereitung oder Rückbildung, Vorträge und Beratung. Ideen sind willkommen, Selbstständige und Ehrenamtliche können qualifizierte Angebote machen. Die Familienmitgliedschaft kostet 40 Euro im Jahr.

„Ich brenne für das Projekt“, sagt Gernet. Sie und eine Handvoll weiterer Initiatoren planen seit zwei Jahren, haben bisher alle Kosten privat getragen, eine Satzung geschrieben, eine Beitragsordnung verfasst und Rückschläge eingesteckt, aber ihr Ziel nicht aufgegeben.

Das Team: Swantje Holler, Theresia Romberg-Frede, Tanja Gernet, Julia Mey, Christelle Lindhauer, Peter Scholler.

„Meine Tochter ging anfangs nicht hier in den Kindergarten, wir lernten nur am Spielplatz andere Familien kennen“, sagt Gernet. Sie habe eine Anlaufstelle vermisst, um mit anderen Familien in Kontakt zu kommen. „Ich habe dann selbst eine Eltern-Kind-Gruppe gegründet, die sich in der Bäckerei Kistenpfennig traf“, erzählt die 38-Jährige, die mit ihrem Mann Michael und zwei Töchtern in Unterföhring lebt.

Kooperieren statt konkurrieren ist das Bestreben des Familien-Hauses. Auch andere Vereine können Angebote für Familien auf www.familienhaus-unterfoehring.org publik machen. Die Webseite wird in den nächsten Tagen freigeschaltet. „Wir wollen keine Konkurrenz zu bestehenden Vereinen sein“, sagt Gernet. „Wenn es ein Angebot gibt, machen wir kein Gegenangebot.“ Auch bei den Räumen wird kooperiert: Die Veranstaltungen werden in der Gemeindebibliothek, im Feringahaus oder im evangelischen Gemeindezentrum stattfinden. Das drückt auch das Logo aus: ein Dach über der Unterföhringer Skyline. „Wir spannen ein Dach über die Familien“, sagt Gernet. „Ein festes Haus wäre unser Ziel für die Zukunft.“ 

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare