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Juni 2017: Polizisten vor dem S-Bahnhof Unterföhring.

Bluttat in Unterföhring im Juni 2017

Polizistin ins Koma geschossen: Prozesstermin steht fest

Ein geistig verwirrter Mann hat im Juni 2017 einer Polizistin am Unterföhringer Bahnhof in den Kopf geschossen - die Frau liegt seitdem im Koma. Nun steht fest, wann er sich vor Gericht verantworten muss.

Unterföhring - Nach den Schüssen auf eine junge Polizistin am S-Bahnhof Unterföhring im vergangenen Juni beginnt am 10. April der Prozess gegen den mutmaßlichen Schützen. Der 38 Jahre alte Mann ist in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Die Staatsanwaltschaft geht von einer Schuldunfähigkeit zur Tatzeit aus und hat deshalb keine Anklage verfasst, sondern ein Sicherungsverfahren beantragt, wie ein Sprecher des Landgerichts München am Donnerstag erläuterte. Die Bild-Zeitung hatte zuerst darüber berichtet.

Der offensichtlich geistig verwirrte Mann hatte am 13. Juni 2017 einem Polizisten am Unterföhringer Bahnhof bei einer Rangelei die Pistole entrissen und einer Beamtin in den Kopf geschossen. 

Auch zwei Passanten erlitten Schussverletzungen

Die Frau wurde schwerst verletzt und liegt seitdem im Koma. Auch zwei Passanten erlitten Schussverletzungen am Arm und am Bein. Der Täter selbst wurde ebenfalls durch einen Schuss leicht verletzt. Zuvor in der S-Bahn hatte sich der Mann Zeugen zufolge auffällig benommen, etwa Selbstgespräche geführt.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm nun gefährliche und schwere Körperverletzung sowie versuchten Mord vor. Vor Gericht wird es darum gehen, inwieweit der Mann infolge seiner psychischen Erkrankung schuldunfähig und für die Allgemeinheit gefährlich ist - und dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden muss. 

Ein Augenzeuge berichtet: Das geschah bei der Schießerei in Unterföhring.

Für den Prozess sind laut Gericht zunächst acht Verhandlungstage angesetzt; er beginnt im Gerichtssaal in der Justizvollzuganstalt Stadelheim.

dpa

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