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Vorerst keine Fortsetzung: Groß ist der Ärger in Unterföhring über die Entscheidung des Freistaats. Im August 2015 wurde der erste Abschnitt der Münchner Straße saniert.

Sanierung verschoben

Unterföhring sauer: Freistaat hat kein Geld für Flüsterasphalt

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Unterföhring – Der Freistaat hat die Sanierung der Ortsdurchfahrt in Unterföhring verschoben. „Ich bin sehr verärgert“, grollte Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (PWU) in der Sitzung des Gemeinderats, „und werde meinen Unmut bei nächster Gelegenheit in den zuständigen Ministerien und beim Straßenbauamt äußern.“

Die Planung für den zweiten Bauabschnitt zwischen Ahornstraße und Isarbrücke liegt fix und fertig in den Schubladen des Staatlichen Bauamts Freising. Auch die Einverständniserklärungen der Anwohner an der Staatsstraße 2053 sind eingeholt. In den Osterferien sollte die Fahrbahnsanierung in Angriff genommen werden und binnen drei Wochen abgeschlossen sein. So war es abgesprochen.

Immer wieder erkundigte sich Kemmelmeyer beim Staatlichen Bauamt Freising, wann es denn losgehen würde, um erste Maßnahmen zu treffen und Anwohner und Gewerbeteibende, darunter die Besitzerin eines Boarding-Hauses, zu informieren. Denn die hatten ihrerseits schon im Rathaus vorgesprochen, um auf eine Vollsperrung der Münchner Straße rechtzeitig vorbereitet zu sein.

Immer wieder vertröstet

„Wir sind immer wieder vertröstet worden“, berichtete Kemmelmeyer dem Gemeinderat. „Dann hieß es kurz vor knapp: Es wird nichts mehr.“ Denn jetzt plötzlich ist beim Freistaat kein Geld mehr da.

„Wir wollen den zweiten Bauabschnitt 2017 realisieren“, sagt Peter Döbl, der im Staatlichen Bauamt Freising als Abteilungsleiter für den Landkreis München zuständig ist. „Wir haben nie versprochen, dass wir 2016 bauen“, betont Döbl: „Es stand immer ein Finanzierungsvorbehalt im Raum. Und die Haushaltsmittel sind nicht unendlich.“ Andere Projekte im Landkreis seien dringlicher. Etwa die Sanierung von zwei Brücken in Kirchheim und die Sanierung der Ortsdurchfahrt in Oberhaching im Mai.

Andere Projekte dringlicher

„In Oberhaching soll der erste Bauabschnitt erfolgen, bevor in Unterföhring die Sanierung abgeschlossen ist“, das kann Kemmelmeyer nicht nachvollziehen: „Da habe ich überhaupt kein Verständnis für.“

Im Gemeinderat machte auch Klaus Läßing (PWU) seinem Ärger Luft: „Es ist unerhört, mit welcher Chuzpe uns der Freistaat als Gemeinde behandelt. Wir haben schon bei der Verlegung der Autobahnanschlussstelle gesehen, wie diese Stellen mit dem Geld umgehen“, schimpfte er: „Da fahren tausende Autos täglich durch den Ort, das ist für die Anwohner schlimmer als zu Zeiten von Honeckers Landstraßen.“

Täglich 25 000 Fahrzeuge

Mehr als 25 000 Autos passieren die Staatsstraße 2053 täglich. Um die Anwohner der stark frequentierten Stecke vor Lärm zu schützen, war im August 2015 der erste Bauabschnitt vom Kirchenweg bis zur Ahornstraße innerhalb von sieben Wochen saniert worden. Der aufgetragene Lärm mindernde Belag hat die Belastung der Anwohner erheblich reduziert, wie immer wieder zu hören war.

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