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Applaus für die Redner.

Neujahrsempfang

Unterföhring setzt auf menschliche Wärme

Unterföhring – Mit der zweiten Energie-Zentrale hat Unterföhring 2016 einen Spitzenplatz unter den Geothermieprojekten deutschlandweit erzielt. Aber auch die menschliche Wärme zeichnet den Ort aus.

Das hoben sowohl der Unterföhringer Pfarrgemeinderatsvorsitzende Thomas Schmid als auch Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (PWU) in ihren Reden zum Neujahrsempfang am gestrigen Sonntag hervor.

Nach einem festlichen Patrozinium in der Pfarrkirche St. Valentin mit Musik von Johannes Böckler (Orgel) und Anton Gleisl (Trompete) spannte Gastgeber Thomas Schmid im Pfarrsaal einen weiten Bogen vom Weltgeschehen zur Kommunalpolitik und fragte die rund 50 Gäste, darunter viele Kommunalpolitiker: „Haben Sie nicht auch das Gefühl, in einer zweigeteilten, fast schon schizophrenen Welt zu leben?“ Hier die Krisen der Welt, „die wir erst beginnen wahrzunehmen, seit sie Europa erreichen, dort das noch immer beschauliche Unterföhring“. 

Leben in einer schizophrenen Welt

Das am stärksten berührende Ereignis 2016 sei die Ankunft der knapp 300 Flüchtlinge gewesen, die sich dank vieler Helfer und besonders des Helferkreises um Thomas Weingärtner rasch eingefunden hätten. Auf Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit komme es an, wenn die überwiegend jungen Männer anerkannt seien und die Unterkunft an der Bauhofstraße verlassen müssten. „Sind wir bereit, die Flüchtlinge bei der Verteilung des knappen Wohnraums angemessen zu berücksichtigen?“, fragte Schmid. „Entscheidend wird es auch dabei auf die menschliche Wärme ankommen.“ Mit einem Zitat von Karl-Valentin ermutigte er, die Herausforderungen im neuen Jahr anzupacken: „Heute ist die gute alte Zeit von morgen.“

Kein Nährboden für Hetze und Intoleranz

Zuversichtlich blickte Bürgermeister Kemmelmeyer auf das neue Jahr. Die Ereignisse 2016 hätten zwar den Eindruck vermittelt, „als sei unsere gewohnte Ordnung komplett durcheinandergeraten“. Man könne sich aber glücklich schätzen, dass in Unterföhring die Welt noch in Ordnung sei. „Hetze, Ausgrenzung und Intoleranz sollen bei uns keinen Nährboden finden“, sagte er. Die Aufnahme der Flüchtlinge, „die nicht nur untergekommen, sondern auch angekommen sind“, zeige, dass „Unterföhring ein Ort des Zusammenhalts und der menschlichen Wärme“ sei.

Von den 175 Männern, die an der Bauhofstraße leben, hätten viele Arbeit und Anschluss an die Vereine gefunden. Für das gute Miteinander würden die Vereine einen Beitrag leisten, der nicht zu bezahlen sei. „Unterföhring ist ein Ort, wo viel möglich ist und wo die Menschen viel bewegen.“ Das beweise auch das erneute Spenden-Rekordergebnis von 37 500 Euro, das 25 Vereine und Institutionen beim Christkindlmarkt erzielt hätten.

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