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Der Schulcampus in Unterföhring nimmt Form an.

Ein Überblick

Schulcampus, Seilbahn, Hallenbad & Co.: Das sind die nächsten Großprojekte

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Unterföhring befindet sich im Wandel. Viele Projekte wurden bereits angeschoben, etliche sollen vorangetrieben oder demnächst in Angriff genommen werden. Welche das sind? Ein Überblick.

Unterföhring – Vieles wurde in den vergangenen Jahren in Unterföhring in Angriff genommen. Der Föhringer Ring wird ausgebaut, das Sportzentrum ist saniert, der Ortspark und die VHS-Musikschule sind eingeweiht. Das Schulzentrum und der Feststadl werden errichtet. Der Sportpark und das Hallenbad sind geplant, der neue Bauhof und ein Feuerwehrhaus auch. Ein Projekt nach dem anderen hat der Gemeinderat in Angriff genommen. Wird es mit dieser hohen Schlagkraft weitergehen? Was erwartet die Gemeinde in den nächsten Jahren? Wo muss nachgebessert werden? Ein Überblick.

Schulcampus

Der Campus mit Gymnasium, Grundschule, Mittagsbetreuung und Hort wächst in die Höhe. Das Großprojekt liegt im Zeitplan, im Herbst soll der Schulbetrieb starten. Dass 2023 ein Schwimmbad nicht nur für die Schüler, sondern für die gesamte Öffentlichkeit eröffnet, hätten viele vor sechs Jahren noch für unmöglich gehalten.

Für den Gemeinderat stellt sich erneut die Frage, ob zusätzliche weiterführende Schulen nötig sind, eine FOS/BOS oder eine Realschule. Auch eine Pflegefachschule könnte sich Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (PWU) vorstellen.

Ortsmitte

Die neue Ortsmitte wartet auf ihre Gestaltung. Mit der VHS-Musikschule ist ein gelungener Anfang gemacht. Der Rathausneubau, ein Nahversorger, ein Café und ein Bistro sollen folgen. Auch ein Sozialzentrum für Familien und Senioren könnte hier entstehen. Ins Stocken geraten sind die Pläne für das Gelände der Familie Vaitl-Gloo. Die Eigentümer haben ihr Engagement eingestellt, weil sie sich durch eine Mehrheit im Gemeinderat blockiert sehen. Kemmelmeyer sucht den Dialog, ihn überzeugen die Pläne: „Es wäre schön, das Gebiet ganzheitlich zu planen.“

Wohnraum

Bezahlbarer Wohnbau für alle Bevölkerungsgruppen steht in den nächsten Jahren auf der Agenda. 40 Wohnungen für Einheimische sind am Germanenweg entstanden, 19 weitere im Bau. Doch damit ist der Bedarf noch lange nicht gedeckt. Nach der Verlagerung des Bauhofs will die Gemeinde Wohnungen an der Münchner Straße 122 schaffen, ebenso an der Münchner Straße 85 anstelle des Wehnerhofs. In der Apianstraße baut ein Investor ein Apartmenthaus auf Stelzen. Von den 128 Mini-Wohnungen kann die Gemeinde 35 bis 40 an Auszubildende oder Studierende aus Unterföhring vergeben.

Besonderes Augenmerk legt der Gemeinderat auf die Grundstücke in der Isarau. Sobald der Sportpark – voraussichtlich im Herbst 2023 – fertig ist, wird das Fußballgelände an der Bergstraße frei. Kemmelmeyer plädiert für eine maßvolle Reihenhaussiedlung. Doch darüber wird der Gemeinderat noch diskutieren, denn auch Mehrfamilien- oder Genossenschaftshäuser sind eine Option.

Eine Erweiterung steht im Seniorenzentrum an. „Die angrenzenden Grundstücke sind in Privathand, das macht es schwierig“, sagt Kemmelmeyer, „aber da werden wir Möglichkeiten finden.“

Verkehr

Nachgebessert werden muss bei den Radwegen, damit mehr Einwohner und auch Einpendler in die großen Gewerbegebiete aufs Rad steigen. Überzeugt ist der Bürgermeister, dass die Seilbahn kommt. „2018 habe ich mit dieser Idee meinen Hut in den Ring geworfen und bin ausgelacht worden. Die Seilbahn wird definitiv kommen, ebenso wie die Magnetschwebebahn.“

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