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Haben sich im Bürgerhaus Unterföhring getroffen: Vertreter aus fünf SPD-Ortsvereinen aus dem Nordosten. 

SPD fordert S-Bahn-Ring im Norden

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Der zunehmende Verkehr im Nordosten verlangt Autofahrern viel Geduld ab. Vor allem im Berufsverkehr kommt es auf den überlasteten Straßen immer öfter zu Stauungen. SPD-Politiker fordern in einer gemeinsamen Erklärung den S-Bahn-Nordring.

Landkreis– „Wenn nicht schnell Abhilfe kommt, droht in den nächsten Jahren im Münchner Nordosten der Verkehrskollaps“, heißt es in einer Presseerklärung der SPD-Politiker, die der Staatsregierung drei Maßnahmen vorschlagen und schnelles Handeln fordern.In Unterföhring haben sich die SPD-Kommunalpolitiker aus Denning, Bogenhausen-Oberföhring, Aschheim, Ismaning und Unterföhring getroffen. Sie fordern nicht nur den Ausbau von Straßen, sondern auch einen deutlich attraktiveren öffentlichen Nahverkehr.

Damit immer mehr Autofahrer zu Fahrgästen werden, müsse der ÖPNV „schnell und, nach einer Einigung mit dem MVV, auch kostengünstig“ sein, heißt es im Positionspapier: „Nur dann wird der Individualverkehr reduziert und das Umsteigen auf den ÖPNV noch attraktiver gemacht werden können.“ Die Staatsregierung müsse „endlich handeln und Fakten schaffen“, sonst drohe auf den überlasteten Straßen der Stillstand.

Ein konkreter Schritt in diese Richtung ist in den Augen der fünf SPD-Ortsvereine der Bau einer Nordring-S-Bahn auf den Schienen der Deutschen Bahn Süd, damit die Stränge des sternförmig angeordnete S-Bahnnetzes verbunden und Fahrtwege verkürzt werden.

Weil es sich auf den Straßen im Münchner Nordosten bereits heute zu den Stoßzeiten gewaltig staut und weil die B471 vierspurig ausgebaut werden wird, fordern die SPD-Politiker auch die Verbreiterung der Kreisstraße M3, die vom Föhringer Ring zur B471 führt. Sie soll dann gleichzeitig mit dem Ausbau auch zur Staatsstraße aufgestuft werden und damit in die Verantwortlichkeit des Freistaats übergehen.

Ein weiteres Nadelöhr sehen die Kommunalpolitiker aus dem Nordosten am Föhringer Ring, auf dem der Verkehr jetzt noch auf zwei Spuren aus der Stadt über die Isar in Richtung Landkreis führt. Hier brauchen die Autofahrer morgens oft 20 Minuten länger. Die SPD-Politiker sind aber überzeugt, es werde aber nicht reichen, den Föhringer Ring vierspurig auszubauen, wie es die Landeshauptstadt vor Kurzem beschlossen hat: Es soll auch eine Trasse für den ÖPNV eingerichtet werden, für Busse und langfristig vielleicht auch für schienengebundene Verkehrsmittel.

Nur mit der schnellen Umsetzung dieser drei Forderungen könne es „zur Entspannung der täglich immer stärker werdenden Belastungen kommen“, schreiben die Vertreter der fünf SPD-Ortsvereine. Unterzeichnet haben das Positionspapier Thomas Weingärtner aus Unterföhring, die stellvertretende Landrätin Annette Ganssmüller-Maluche, Ingrid Lenz-Aktas aus Aschheim, Reiner Knäusl aus Ismaning, Martin Tscheu vom Ortsverein Bogenhausen-Oberföhring sowie Wolfgang Helbig aus Denning und Christiane Hacker vom Bezirksausschuss 13

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