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Die Milchstraße.

Weitblick ins Weltall

Gymnasium bekommt eine Sternwarte

  • Charlotte Borst
    VonCharlotte Borst
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Das Gymnasium Unterföhring greift nach den Sternen. Auf dem Dach der neuen Schule wird ein kleines Planetarium errichtet.

Unterföhring –  „Die Schüler werden die Milchstraße und den Andromedanebel entdecken“, Heinz Durner brennt für die Möglichkeiten des Physikunterrichts ab Herbst 2020, wenn der Schulcampus Unterföhring in Betrieb geht.

Der Beauftragte für die weiterführenden Schulen im Landkreis hat das pädagogische Konzept für das Gymnasium entwickelt. „Es wird ein Highlight, auf das man stolz sein kann“, stellte er am Dienstag im Bauausschuss fest, als es um die Wahl eines Sternwarte-Modells ging. Auch die benachbarten Grundschüler auf dem Campus würden profitieren, ebenso wie Unterföhringer, die eventuell einen Arbeitskreis bilden. „Durch die Sternwarte kann ich junge Menschen motivieren, weiter zu forschen“, er ist überzeugt: „Dieses Jahrhundert wird das Jahrhundert der Luft-und Raumfahrttechnik sein.“ Die Beobachtung der Erde aus dem Weltall bietet große Chancen: „Wir fliegen für die Erde ins Weltall.“  

Recherchen bei anderen Sternwarten

Heinz Durner,  der Direktor des Unterhachinger Gymnasiums war, hat sich bei Sternwarten in München, Heidelberg und Hamburg umgehört, welches Kuppel für die pädagogischen Zwecke geeignet wäre. Ein ehemaliger Schüler leitet das Planetarium Hamburg. Seine Recherchen führten zur Empfehlung, das mit 75 000 Euro günstigere Modell zu bestellen, dessen Kuppel sich wie ein Auge öffnet, aber nicht rotiert wie die teurere Variante für 91 000 Euro.

Ähnlich wie die Kuppel auf dem Miesbacher Gymnasium wird das Modell in Unterföhring aussehen.

Dieser Empfehlung folgte der Ausschuss, dem Durner ausdrücklich für seine Offenheit bei der Planung des Schulcampus dankte. „Mich haben sie schon überzeugt“, sagte Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (PWU), „auch wenn es viel kostet. Dieses Geld ist gut angelegt.“

Bis zu zehn Personen haben unter der Kuppel Platz

Bis zu zehn Personen haben unter der Kuppel mit einem Durchmesser von 4,50 Meter Platz. Zwei Treppenhäuser führen aufs Dach, ein Aufzug gewährleistet Barrierefreiheit. Nach der Auswahl der Sternwarte könne er das Dach nun so planen, dass die Kuppel „sturmfest darauf montiert werden kann“, erklärte Architekt Manfred Felix.  

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