Unterföhring: Er drohte mit Anschlägen: Informatik-Student (25) wegen Hasspostings festgenommen 
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In Unterföhring haben LKA und Cybercrime-Ermittler einen 25-jährigen Informatik-Studenten aus dem Landkreis München festgenommen. Er ist mutmaßlicher Urheber einer Reihe volksverhetzender Postings auf einer deutschen Social-Media-Plattform. (Symbolfoto)

Volksverhetzende und antisemitische Beiträge

Er drohte sogar mit Anschlägen: Informatik-Student (25) festgenommen 

In Unterföhring haben LKA und Cybercrime-Ermittler einen Studenten aus dem Landkreis München festgenommen. Er ist mutmaßlicher Urheber volksverhetzender Postings auf einer Social-Media-Plattform. 

  • LKA und Cybercrime-Ermittler haben einen Studenten aus dem Landkreis München festgenommen.
  • Er gilt als mutmaßlicher Urheber volksverhetzender Postings auf einer deutschen Social-Media-Plattform
  • Er drohte sogar mit Anschlägen.
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Unterföhring – Seit Mitte April 2020 ermitteln die bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg errichtete Zentralstelle Cybercrime Bayern und das Bayerische Landeskriminalamt gegen einen Studenten der Informatik aus dem Landkreis München, der in einem sozialen Netzwerk mehrere antisemitische und volksverhetzende Beiträge gepostet und dabei vereinzelt auch Gedanken zur Begehung von Anschlägen mittels Schusswaffen und Sprengstoff mitgeteilt haben soll. In einem der Posts soll er laut Pressebericht auch angegeben haben, Zugriff auf Schusswaffen zu haben. 

Umfangreiche Kenntnisse zu Anonymisierungs- und Verschlüsselungstechniken

In mehrwöchiger intensiver Recherche- und Ermittlungsarbeit der Fahnder erhärtete sich ein konkreter Tatverdacht gegen den 25-jährigen deutschen Staatsangehörigen. Aufgrund seines Studiums verfügt der Beschuldigte über umfangreiche Kenntnisse zu Anonymisierungs- und Verschlüsselungstechniken und war mit VPN-Diensten und Spoofing-Techniken zur Verschleierung seiner Identität und seines Aufenthaltsortes vertraut. 

Umfangreiches Datenmaterial sichergestellt

Am Mittwoch, 27. Mai, wurde der 25-Jährige in Unterföhring widerstandslos vorläufig festgenommen. Bei den Durchsuchungen der von ihm genutzten Wohnungen in Passau und im Landkreis München wurden zahlreiche IT-Gerätschaften und umfangreiches Datenmaterial sichergestellt, das nun ausgewertet werden muss.

Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren

Dem Beschuldigten werden mehrere Fälle der Volksverhetzung vorgeworfen. Das Gesetz sieht hierfür jeweils Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren vor. Trotz der intensiv genutzten Methoden der Verschleierung und Anonymisierung ist es den Spezialisten des Bayerischen Landeskriminalamtes und der Zentralstelle Cybercrime Bayern gelungen, Anhaltspunkte für die Täterschaft des Studenten zu entdecken. Die Ermittlungen dauern an. Anhaltspunkte dafür, dass der Beschuldigte tatsächlich über Schusswaffen und Sprengstoff verfügen kann, wurden nicht aufgefunden. Zum jetzigen Stand der Ermittlungen wird nicht davon ausgegangen, dass er tatsächlich entsprechende Anschläge plante.

mm

In Unterföhring kam es kürzlich außerdem zu einem illegalen Autorennen. Die Polizei nahm die Verfolgung auf.

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