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Wie ein Stillleben sieht der Brunnen aus, den der Künstler Kay Winkler entworfen hat für die Unterföhringer Ortsmitte. Die größte Skulptur ist 2,93 Meter groß, der kleine „Quelltopf“ misst 87 Zentimeter. 

Wasserspiel in der Ortsmitte

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Es ist entschieden: Der Münchner Künstler Kay Winkler gestaltet den Brunnen für die Unterföhringer Ortsmitte.

Unterföhring– Aus drei Gefäßen strömt das Wasser – im Sommer könnte dieser Brunnen mit seinem Wasserspiel zu einem Anziehungspunkt für Kinder werden: Der Kunst-am-Bau-Wettbewerb für die neue Unterföhringer Ortsmitte ist entschieden. Der Münchner Künstler Kay Winkler hat mit seinem Entwurf „Wasser für alle“ den ersten Preis gewonnen. Das hat Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (PWU) im Gemeinderat mitgeteilt.

Acht Künstler hatten Ende Januar, unter Ausschluss der Öffentlichkeit, dem Preisgericht ihre Vorschläge vorgestellt. Die elfköpfige Jury war angesichts der Ideen offenbar sehr angetan, schließlich vergab sie neben dem ersten Platz sieben zweite Plätze, gab Kemmelmeyer bekannt. Den Wettbewerb, den die Gemeinde ausgelobt hatte, begleitete der Berufsverband Bildender Künstler (BBK). Beratend betreute Katharina Weishäupl das Projekt, die die Aufgabe für den verstobenen langjährigen BBK-Vorsitzenden Klaus von Gaffron übernommen hatte.

Am meisten Zuspruch vereinte der Entwurf von Kay Winkler auf sich: Wie ein großes Stillleben wird sein Brunnen den zentralen Platz der Ortsmitte markieren. Die größte der drei Skulpturen wird knapp 2,93 Meter hoch sein. Aus dieser Kelchschale fällt ein kreisförmiger Wasservorhang. An der flaschenförmigen Figur mit einer Höhe von 1,73 Metern läuft ein glitzerndes Wasserspiel herab, und aus dem kleinen rundlichen „Quelltopf“ von 87 Zentimetern Höhe blubbert „gemütlich“ das Wasser, wie der Künstler in seiner Ausführung schreibt.

Für Passanten, die den Platz zwischen Volkshochschul-Musikschule-Gebäude, Rathaus, Café und Supermarkt überqueren werden, könnte dieser Brunnen ein Anziehungspunkt werden. Seine runden Formen stellen – auch im Winter, wenn das Wasser abgestellt wird – einen reizvollen Kontrast dar zu den strengen architektonischen Formen der umliegenden Gebäude. Die Gefäße, die aus Faserbeton mit verschiedenen Farbtönen gegossen werden, wird der Künstler auf einer Fläche von sechs mal zwei Metern aufstellen. „Das Wasser fließt über eine unterirdische Rohrleitung in die Brunnenstube zurück“, erklärte Kemmelmeyer.

„Der Brunnen integriert sich gut in den Platz“, sagte die Unterföhringer Gemeinderätin Gertrud Mörike (PWU), im Sommer könnten sich Kinder unter den großen Wasservorhang stellen. Dass dieser Entwurf wohl kaum technischen Probleme bereiten werde, sei auch ein Kriterium für die Jury gewesen. Skeptischer äußerte sich Günter Peischl (PWU), der von Anfang an gegen den Wettbewerb gestimmt hatte: „So schlimm ist es nicht. Wenn wir das nicht nehmen, müssen wir ein anderes Kunst-am-Bau-Projekt ausloben.“

Der Gemeinderat folgte einstimmig der Empfehlung des Preisgerichts. Für die Realisierung erhält der Künstler 80 000 Euro.

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