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Heute kickt hier noch der FCU, aber in einigen Jahren könnte an der Bergstraße Wohnungsbau entstehen.

Umwidmung für die Zukunft

Sportplatz wird Wohnfläche

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Für neuen Wohnungsbau in der Isarau in Unterföhring hat der Gemeinderat eine entscheidende Weiche gestellt. Die Sportfläche an der Bergstraße wird im neuen Flächennutzungsplan als Wohnfläche ausgewiesen. Das entschied der Gemeinderat kurzerhand auf Antrag der SPD, und zwar einstimmig.

Zwar herrscht im Gemeinderat schon lange Konsens darüber, dass in der idyllischen Isarau auf frei werdenden Gemeindegrundstücken Wohnungsbau favorisiert wird. Aber es war der Initiative von SPD-Fraktionssprecherin Jutta Schödl zu verdanken, dass dieser Überzeugung heute schon durch die überraschend beschlossene Umwidmung Taten folgten. 

Aktuell wird in Unterföhring viel über den neuen Sportpark an der Mitterfeldallee diskutiert, hier sollen die bisher verstreuten Sportflächen der Fußballer des FCU zusammengeführt werden, sobald der Sportpark voraussichtlich 2020 fertig sein wird. Dann soll der Fußballplatz an der Bergstraße aufgegeben und die Fläche für Wohnungsbau zur Verfügung gestellt werden. Das Vereinsgelände hatte die Gemeinde dem FCU noch unter dem früheren Bürgermeister Klaus Läßing für 3,1 Millionen D-Mark abgekauft. „Ich könnte mir da unten auf diesem, für die Gemeinde sehr wertvollen Gelände nichts anderes vorstellen als Wohnen“, sagte Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (PWU), die Fläche sei zu wertvoll, um sie als Parklandschaft zu nutzen. 

Mehr Potenzial im Bahog-und Kiesa-Gelände 

Im Fokus des neuen Flächennutzungsplans stehen aber zwei andere innerörtliche Areale: Das ehemalige Bahog-Gelände und das Kiesa-Gelände werden zur Zeit gewerblich genutzt. Sie werden gemischt genutzte Baugebiete und ermöglichen auch attraktive Wohnpotenziale. Die aktuell größte Herausforderung sieht der Gemeinderat dabei in der Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten. 

Daher wurde die Anregung der Familie Neundorf aus Unterföhring einstimmig abgewiesen: Sie hatte im Zuge der Aktualisierung des Flächennutzungsplans gefordert, dass die Gemeinde Grundstücke von 300 oder 400 Quadratmetern bereitstellen sollte, um sie an Privatpersonen für den Bau von Einfamilienhäusern oder Doppelhaushälften zu verkaufen. Der Gemeinderat kann diesen Wunsch nicht erfüllen. 

Keine Einfamilienhäuser

Die Verwaltung weist im einstimmig gefassten Beschluss darauf hin: Ein umfangreiches Angebot an Einfamilienhäusern oder Doppelhaushälften kann „aus städtebaulichen, ortsplanerischen und sozialverträglichen Gründen“, nicht gemacht werden. Im Einheimischen-Baugebiet an der Aschheimer Straße sind nach Angaben der Verwaltung jedoch noch einige Zeilen mit Reihenhäusern verfügbar.

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