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An den markierten Punkten sollen Wohnungen entstehen. 

PWU stellt Antrag für sieben Projekte in sieben Jahren

Unterföhringer Wohnbau-Offensive

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Absurde Preise, verzweifelte Menschen – Wohnen ist wohl das wichtigste soziale Thema in München und Umgebung. Die Parteifreie Wählergemeinschaft Unterföhring (PWU) will mit einem Antrag den kommunalen Wohnungsbau ankurbeln.

Unterföhring– Die Gemeinde muss mehr unternehmen, um der Wohnungsknappheit zu begegnen, fordert PWU-Fraktionssprecher Manuel Prieler: Am morgigen Donnerstag stellt er im Gemeinderat die „PWU-Wohnungsbauoffensive 2025“ zur Abstimmung (19.30 Uhr, Rathaus).

Über 100 Mietwohnungen könnte die Gemeinde in den nächsten sieben Jahren bauen und zwei Projekte schon zeitnah 2018 oder 2019 starten. Dabei konzentriert sich die PWU auf Grundstücke, die der Gemeinde gehören. Sieben Standorte hat Prieler auf einem Ortsplan markiert. Die Verwaltung soll beauftragt werden, das mögliche Baurecht auf diesen Grundstücken zu ermitteln, beziehungsweise die bestehenden Baurechte anzupassen und dem Gemeinderat einen Zeitplan für die Umsetzung vorzulegen.

Prieler macht auch konkrete Vorschläge für den „sozialverträglichen“ Wohnungsbau der Gemeinde: Auf dem „Eulitzgrundstück“ an der Blumenstraße 34 (Grafik Ziffer 1), das seit Jahrzehnten leer steht, könnten „sofort“ kleinere Mietwohnungen gebaut werden. Auch die freie Fläche an der Dammstraße/ Ecke Isaraustraße (Grafik Ziffer 2 ) könnte sofort beplant werden, die Verwaltung müsste nur prüfen, welches Baurecht hier vorgesehen werden könnte.

Zeitnah könnten auch an der Münchner Straße 122 (Grafik Ziffer 3) Mietwohnungen entstehen: Allerdings müsste zuvor der „Kleiderbügel“ umziehen, ein Second-Hand-Shop, den die Nachbarschaftshilfe betreibt, und auch die Mietverhältnisse mit den Bewohner müssten geklärt werden. An der Münchner Str. 142 (Grafik Ziffer 4) könnten Mietwohnungen entstehen, sobald der Bauhof verlagert ist. Man sollte daher, parallel zum Bauhof-Neubau den Mietwohnungsbau an dieser Stelle planen, so Prieler.

Auch für das große Grundstück an der Bergstraße 4 (Grafik Ziffer 5), auf dem derzeit das Fußballstadion ist, hat die PWU konkrete Pläne: Sobald der FC Unterföhring in den neuen Sportpark umgezogen ist – voraussichtlich 2021/2022 – sollen hier neben Mietwohnungen auch Reihenhausparzellen und Eigentumswohnungen in Geschossbauten entstehen. Die Gemeinde soll einen Architekten-Workshop für ein städtebauliches Konzept inklusive möglicher Bebauung vorbereiten.

An der Isaraustraße 25 (Grafik Ziffer 6) besitzt die Gemeinde ein Haus, das als WG-Einheit genutzt wird. Es soll in den „Planungsworkshop Bergstraße 4“ aufgenommen werden.

Sobald die Feuerwehr von der St. Florian-Straße(Grafik Ziffer 7) in ihr neues Gebäude an der Münchner Straße gezogen sein wird, soll auch auf dem alten Feuerwehrgrundstück Wohnungsbau realisiert werden. Das Seniorenzentrum Feringahaus könnte auf dem dann frei werdenden Feuerwehrparkplatz erweitert werden. Hierfür soll die Verwaltung dem Gemeinderat ein Nutzungskonzept zur Entscheidung vorlegen.

Im Vergleich zu anderen Kommunen hat Unterföhring mit rund 470 Gemeindewohnungen zwar schon einen verhältnismäßig großen Bestand an günstigem Wohnraum. Trotzdem: Wann immer eine dieser Wohnungen frei wird, könnte der Wohnungs- und Sozialausschuss sie doppelt oder dreifach vergeben.

Prieler betont: „Der Druck auf den Wohnungsmarkt wird sich in den nächsten Jahren nicht verringern“, sodass rechtzeitig mit den Maßnahmen begonnen werden müsse. In der bayerischen Verfassung sei verankert: „Dass jeder Bewohner Bayerns Anspruch auf eine angemessene Wohnung hat.“ Zudem würde Unterföhring für eigene Bauprojekte vom Freistaat 30 Prozent Zuschuss bekommen. Auch das Landratsamt bezuschusst den Wohnbau mit bis zu 500 000 Euro pro Vorhaben.

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