1 von 3
Gut unterhalten: Die Gäste im voll besetzten Bürgerhaus bekommen kräftiges Bier und eine süffisante Fastenpredigt von Pfarrer Pschorr eingeschenkt. Für Unterhaltung sorgen auch starke Damen und Herren beim Maßkrugstemmen.
2 von 3
Drei Schläge: Christoph Göbel zapft das Starkbier an, assestiert wird ihm von Betina Mäusel, Karin Hobmeier, Ern st Weidenbusch und Andreas Kemmelmeyer (v.l.).
3 von 3
Fastenprediger Donat Aigner (l.) mit  Zweiter Bürgermeisterin Bettina Mäusel und CSU-Ortsgeschäftsführer Stefan Schnabel.

Der Feststadl als Talstation für die Seilbahn

„Zickt nur bloß nicht umeinander“: Impressionen vom CSU-Starkbierfest

Süffisant und mit viel Humor derbleckte Pfarrer Pschorr beim CSU-Starkbierfest die Lokalprominenz und malte sich die Zukunft in Unterföhring aus. Die Fotos gibts hier.

Unterföhring – Mit drei Schlägen lässt Landrat Christoph Göbel das dunkle Bier in die bereitgestellten Krüge fließen. Der Maximator schmeckt zur Musik der Band „Bast Scho“, und bis spät in die Nacht feiern rund 300 Gäste. Zweite Bürgermeisterin Betina Mäusel und CSU-Ortsgeschäftsführer Stefan Schnabel eröffnen das Starkbierfest, und der selige Pfarrer Pschorr, gespielt von Donat Aigner, tritt im Messgewand und mit Priesterkappe ans Pult. Er derbleckt süffisant die Lokalprominenz: Alle sind da und bekommen ihr Fett ab, sogar der Ismaninger Bürgermeister.

Doch zuerst ist Unterföhrings Gemeindechef Andreas Kemmelmeyer an der Reihe: „2019 wird sowieso super, so was ist noch nie dagewesen, jetzt werden noch schnell vor der Kommunalwahl die wichtigsten Versprechen eingelöst.“ Gleichzeitig wundert sich der Fastenprediger über den plötzlich ausgebrochenen Sparwillen. „Kostentransparenz ist jetzt oberstes Gebot.“ Der Geisterbus in der Isarau ist eingestellt. Die Kosten für das Mietshaus am Germanenweg werden gebremst. Und den Wehnerhof kauft die Gemeinde, um ihn dann gleich abzureißen: „Ja, seid ihr jetzt Geldfeinde geworden? Wenn ihr nicht gleich bauen wollt, vermietet halt die nächsten Jahre.“

Beim Feststadl wird sogar der Architekt eingespart, frotzelt Pschorr. Das Planen übernimmt CSU-Fraktionschef Manfred Axenbeck, alias „Mr. Feststadl“, gleich selbst: „40 Jahre praktische Erfahrung in der Wirtschaft, das ist genug, für ein bissl Planung in der Almhütte.“ Zwar wird es kein Bergpanorama geben, weil der Sky-Bau gleich vor der Tür steht. Trotzdem kann man sich bald wie in den Bergen fühlen. Denn vielleicht ist „die Berghütte schon als Talstation für unsere Seilbahn aus der Stadt raus gedacht?“ Dann würde man über die Isar in den Ort reinschweben: „Endlich haben wir in Unterföhring was Besonderes, was es in Ismaning nie gäbe“, und er ergänzt: So eine Seilbahn muss man sich auch leisten können. „Während wir unser Geld investieren, muss der Nachbar eh schon Schulden aufnehmen.“ Dafür dürfen die Ismaninger bald „die gute Luft schnuppern“, wenn der Kohleblock abgeschaltet wird: „Wir stellen uns, wenn’s sein muss, auch gegen die Landeshauptstadt und den Freistaat.“

Die Frage ist nur, wer den nächsten Maibaum aufstellt: Trachtenverein, Feuerwehr oder Burschen? „Zickt nur bloß nicht umeinander. Das Maibaumaufstellen ist in Unterföhring eine uralte Tradition“, mahnt der Pfarrer.

Beim Maßkrug-Stemmen der Damen lässt Gitti Schnabel einmal mehr ihre Muskeln spielen und verteidigt zum fünften Mal ihren Titel vor Tina Brandl und Sandra Jablonski. In der Maßkrugkonkurrenz der Männer gewinnt Burschen-Vorsitzender Michael Kohl vor Thomas Cerny und Maximilian Ziegler.  mm

Auch interessant

Meistgesehene Fotostrecken

Das sind die schönsten Wiesn-Fotos der Merkur-Leser
Am letzten Tag der Wiesn zeigen wir Ihnen die schönsten Wiesn-Fotos der Merkur-Leser aus dem Landkreis München. Viel Spaß beim Durchklicken.
Das sind die schönsten Wiesn-Fotos der Merkur-Leser