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Filmreife Choreografie: Jeder Schuss sitzt, Schwarzpulverschwaden steigen in den Himmel.

Zehn Jahre Böllerschützen Unterföhring

Das große Knallen aus 90 Handböllern

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Unterföhring - Den alten Brauch des Böllerns pflegt man seit zehn Jahren in Unterföhring.

Zum großen Salutschießen beim Bürgerfest kamen jetzt befreundete Vereine aus Moosach, Trudering, Eicherloh, Vaterstetten, aber auch jenseits der bayerischen Grenzen haben die Unterföhringer Schützen gute Freunde. Aus Hamburg und Tarcento reisten Böllerschützen an. Gemeinsam mit fünf Kanonieren  schossen sie auf der Wiese beim Festplatz Salut.

Das gemeinsame Krachmachen will geübt sein, jeder Schuss muss sitzen. Allerdings hing das Gelingen eine Weile in der Schwebe. Der Starkregen, der am Vormittag niederging, brachte den Terminplan kurz ins Wanken, denn bei Regen zündet das Schwarzpulver schlecht. Stefan Schnabel, der die 90 Schützen koordinierte, konnte aber doch fast pünktlich seine Kommandos von einer Hubbühne aus geben, auf der er gemeinsam mit der Politprominenz und Schützenmeister Werner Bosch in einiger Entfernung zur "Frontlinie" stand. Schnabel hielt verschiedenfarbige  Fahnen in die Höhe: grüne Fahne – Laden, blaue Fahne – Anzünden, gelbe Fahne – Achtung, rote Fahne – Böller ab. 

„Bei uns denkt man jetzt, die Unterföhringer fallen in Ismaning ein.“

Abwechselnd durften Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer und die Ehrengäste, wie Bundestagsabgeordneter Florian Hahn und Sepp Hohenleitner vom Bayerischen Sportschützenbund, die rote Fahne zücken und es anschließend knallen lassen. Acht aufeinanderfolgende Schussreihen feuerten die Schützen ab, wobei die Unterföhringer Kanone den größten Krach machte. Die nördlichen Nachbarn zuckten gehörig zusammen: „Bei uns denkt man jetzt, die Unterföhringer fallen in Ismaning ein“, scherzte Ismanings Bürgermeister und Festgast Alexander Greulich, worauf Schnabel zurückgab: „Da sehen die Ismaninger mal, warum wir die Lärmschutzwand brauchen!“

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