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280 Gewerbetreibende kommen zum „Networking“ ins Bürgerhaus.

Wirtschaftsgespräch Unterföhring

Zusammenarbeiten an der Stadtgrenze

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Was beim Föhringer Ring so gut geklappt hat, wollen die Gemeinde Unterföhring und die Stadt München auch beim neuen Entwicklungsgebiet im Nordosten Münchens fortsetzen: eine enge Kooperation.

Unterföhring– Kontakte knüpfen – darum geht es beim Wirtschaftsgespräch im Bürgerhaus, wo die kleinen Einzelkämpfer genauso vertreten sind wie die großen Dax-Konzerne. Unterföhringer Geschäftsleute erfahren von den neuen Entwicklungen in der Gemeinde und tauschen mit ihren Nachbarn im Gewerbegebiet beim Glas Wein Visitenkarten aus.

Das Interesse ist auch bei der vierten Auflage groß, Andreas Kemmelmeyer (PWU) begrüßte rund 280 Teilnehmer – und eine Gastrednerin, zu der er sich als Bürgermeister von Unterföhring selbst einen guten Kontakt wünscht: Stadtbaurätin Elisabeth Merk.

Denn seit langem schauen die Unterföhringer Kommunalpolitiker sorgenvoll auf Münchens riesige städtebauliche Entwicklungsmaßnahme Nordosten, kurz SEM genannt, die die Stadt an ihrer nordöstlichen Grenze plant.

Zwischen Riem, Daglfing und Johanniskirchen soll ein Wohnviertel mit Gewerbegebiet entstehen. Vorgesehen sind östlich der Flughafenlinie Wohnungen für 30 000 Menschen und 15 000 Arbeitsplätze. Drei Entwürfe sind in der Diskussion, bis 2019 soll ein Strukturmodell feststehen. „Wir eröffnen Entwicklungsräume in einer 800-Hektar-Größenordnung, die manchen erschreckt“, sagte Merk und fügte hinzu: „Es funktioniert nur, wenn man die großen Zusammenhänge sieht, gerade bei den ÖPNV-Projekten. Der Blick auf das Gesamte ist unverzichtbar.“ Sie sei „absolut überzeugt von einem U-Bahnringschluss runter zur Messestadt Riem.“ Gerade die Verkehrserschließung der neuen Siedlung verfolgt man in Unterföhring gespannt, denn es besteht die Sorge, dass diese über die ohnehin längst überlastete Kreisstraße M3 erfolgen soll.

Zusatzspur am M3-Kreisel wird im Dezember fertig

 

Die M3 war auch in den Ausführungen von Bürgermeister Kemmelmeyer ein Thema, das die Unternehmer im Saal besonders interessierte. Mitte Dezember wird der Kreisel auf der M3 in Höhe der Dieselstraße durch eine Zusatzspur für 5,5 Millionen Euro ertüchtigt, so dass der Verkehr in Richtung Gewerbegebiet nicht mehr in den Kreisel fließt. Sobald die Bauarbeiten abgeschlossen seien, werde es weniger Stau geben, versprach Kemmelmeyer.

Gleichzeitig wird in diesen Tagen eine Fuß- und Radwegunterführung unter der Dieselstraße fertig gestellt. „Das Radwegekonzept wird in den nächsten Jahren eine wichtige Rolle spielen“, sagte Kemmelmeyer. Spätestens im Juni soll das neue Parkhaus auf dem Bürgerfestplatz für 500 unterirdische und 400 oberirdische Parkplätze fertig werden. Ein weiteres Parkhaus für 500 Pkw wird anschließend an der Dieselstraße nördlich des Hotels „The K“ errichtet. In allen Gebäuden, die die Gemeinde künftig baut, wird sie Ladestationen für E-Autos und E-Bikes einplanen, kündigte Kemmelmeyer an. All dies sei nur dank der Gewerbesteuern möglich, betonte er: „Aber Sie sehen, wir wollen Ihnen dafür auch etwas zurückgeben.“

Beate Merk: „Vermisse ein mutiges Hochhaus.“

Beeindruckt zeigte sich Elisabeth Merk von der Entwicklung am Wirtschaftsstandort Unterföhring. Allerdings, sagte sie, „vermisse ich ein Wohnbauprojekt, zum Beispiel ein mutiges Hochhaus an der Stadtgrenze“. Dann könnte sie den Münchner Stadträten sagen: „Schaut her, die Unterföhringer trauen sich auch.“

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