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Steil bergauf geht es mit der Umstrukturierung des Förderzentrums: Vor dem Unterrichtsbeginn hat Rektorin Birgit Beermann gestern den Landrat Christoph Göbel (von links), Architekt Manfred Felix und Bürgermeister Wolfgang Panzer durch den Schulneubau im Unterhachinger Förderzentrum geführt. 

Eröffnung Neubau

Eine Schule, die allen gerecht werden soll

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Unterhaching - Der Landrat sechs Minuten, der Bürgermeister zwei Minuten, die Rektorin vier Minuten: Selten sind Reden bei einem Festakt so knapp ausgefallen wie bei der Eröffnung des Neubaus der Hachinger Tal Schule im Förderzentrum Unterhaching. Das lag vor allem daran, dass den Ehrengästen der Gong im Nacken saß: Schon kurz nachdem sie das Band durchschnitten hatten, strömten die Schüler in das neue Gebäude.

An diesem Tag begehe man „nur einen Zwischenschritt“, sagte Landrat Christoph Göbel (CSU), „wenngleich einen sehr wichtigen“. So werden die Bauarbeiten auf dem Gelände noch etwa eineinhalb Jahre andauern: Nachdem nun die Hachinger Tal Schule ihre neue Heimat bezogen hat, beginnt im nächsten Schritt die Umstrukturierung des Förderzentrums Unterhaching am Grünwalder Weg. So sollen die Gebäude der Lebenshilfe und des Förderzentrums mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung saniert und umgebaut werden; währenddessen ziehen diese zwei Einrichtungen in den Altbau der Schule um. Der wiederum wird im Anschluss abgerissen; an seiner Stelle entstehen Sport- und Außenanlagen sowie eine Tiefgarage. Bis Ende 2017 könne all dies bestenfalls fertig sein, sagte Göbel. „Wir haben noch ein gewaltiges Programm vor uns.“

andrat erinnerte an die langen Diskussionen, die dem Kreistagsbeschluss im Jahr 2010 vorausgegangen waren. Die Entscheidung für den Schulneubau sei zugleich „ein Bekenntnis zu unseren beiden Förderzentren in Unterschleißheim und Unterhaching“ gewesen, so Göbel – „bei aller notwendigen Diskussion um das Thema Inklusion“. Daran anknüpfend betonte Rektorin Birgit Beermann: „Viele unserer Schüler werden bereits inklusiv beschult, aber nicht allen kann dieses Modell gerecht werden“. Sie bedankte sich mit Blick auf die Gesamtkosten von 45 Millionen Euro dafür, dass hier „viel Geld in die Hand genommen wurde für die Zukunft unserer Kinder“. Denn: „Der neue Bau erfüllt alle Voraussetzungen, um den Schülern optimale Lernmöglichkeiten zu geben.“ Zudem ermöglicht das Gebäude eine Umstellung zur gebundenen Ganztagsschule; ab 2017 soll dies sukzessive geschehen.

Durch den Neubau „wird der Schulstandort Unterhaching vervollständigt“, freute sich Bürgermeister Wolfgang Panzer (SPD). Zudem sei im Zuge der Bauarbeiten der anliegende Abschnitt des Grünwalder Wegs saniert worden – eine Stelle, „an der wir verkehrstechnische Probleme hatten“, so der Rathauschef. Mit Blick auf die geplante Tiefgarage sagte Panzer: „Dadurch wird sich die Parkplatzsituation hier entspannen.“ Zunächst aber wird es für die rund 250 Kinder und 55 Lehrer der Hachinger Tal Schule darum gehen, sich in dem neuen Gebäude einzuleben. Ursprünglich sollte der Umzug schon in den Sommerferien erfolgen, doch wegen Verzögerungen bei den Bauarbeiten wurde der Termin in die Herbstferien verschoben. Nun aber ist das Schulhaus bezugsbereit – einmal abgesehen vom Thermalbad neben der Sporthalle, das infolge eines Schadens erst in ein paar Wochen genutzt werden kann. „Das Gebäude ist das eine“, sagte Schulleiterin Birgit Beermann. „Jetzt geht es darum, dieses Gebäude mit Inhalten zu füllen.“

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