Person hält eine Impfspritze und eine Impfdose mit Impfstoff gegen das Coronavirus.
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Nur 2300 Impfdosen erhält der Landkreis bis Jahresende.

Coronavirus

Landkreis hofft auf mehr Impfdosen

  • Martin Becker
    vonMartin Becker
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Rund 350 000 Einwohner hat der Landkreis München, davon 23 000 im Alter von mehr als 80 Jahren – jener Personengruppe also, die bei den Corona-Impfungen Priorität genießt. Aber nur 2300 Impfdosen, also gerade mal für zehn Prozent der in Frage kommenden Senioren, erhält der Landkreis München bis zum Jahresende.

Landkreis - „Die Pläne waren alle viel zu optimistisch“, sagt Jörg Spennemann, im Landratsamt Leiter des Geschäftsbereichs „Infrastruktur und Gesundheit“. Mit der Umstellung auf eine Verteilung, die in Relation zur Einwohnerzahl steht, soll der Landkreis München nun deutlich mehr Impfdosen erhalten, hofft Landrat Christoph Göbel.

Der Landkreis tüftelt schon fleißig an Impfplänen. Neben den 3700 Heimbewohnern sowie fast ebensovielen Pflegekräften sollen auch das Personal der drei Kliniken im Landkreis (kbo-Klinikum in Haar, Urologische Klinik München-Planegg, Wolfart-Klinik in Gräfelfing) sowie beispielsweise auch Mitarbeiter des Katastrophenschutzes ein Impfangebot erhalten; das sind weitere rund 2000 Personen. „Eine Impf-Pflicht“, betont Göbel, „gibt es aber nicht.“

Aktuell gibt es unter den Senioren 194 Infizierte in 16 Einrichtungen, 119 Mitarbeiter sind betroffen. Deshalb liege der Fokus zunächst auf den Heimen.

Rückblickend aufs Corona-Jahr 2020 lobt Göbel sein Team: „Ich habe meine Mitarbeiter im Landratsamt in unglaublicher Weise gefordert.“ Rund 250 der 1300 Mitarbeiter seien ausschließlich mit der Corona-Pandemie befasst.  

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