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Tempo 80 reicht den Bürgern nicht auf der A995.

Gemeinderat entscheidet am Mittwoch über weiteres Vorgehen

A995: Anwohner kritisieren Lärmschutz-Debatte  

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700 Unterhachinger haben pro Lärmschutzwand an der A995 unterschrieben.  Anwohnerin Catia Hilgart übt scharfe Kritik an der Gemeinde. 

Unterhaching – Über 700 Unterhachinger plädieren inzwischen für eine Lärmschutzwand an der A 995: So viele Unterschriften hat Catia Hilgart bis dato gesammelt. Und die lärmgeplagte Anwohnerin lässt nicht locker. Sie hofft, dass die Kommunalpolitiker doch noch umschwenken und sich für ein Akustikgutachten entscheiden als Alternative zu einer Machbarkeitsstudie. Das Thema steht am heutigen Mittwoch auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung.

Wie berichtet, hatte der Bauausschuss vergangene Woche dafür votiert, ein Lärmschutzgutachten in Auftrag zu geben und zudem durch eine Rechtsanwaltskanzlei prüfen zu lassen, inwiefern die Kosten für eine Lärmschutzwand auf die Unterhachinger Bürger umgelegt werden können. Gegen solch eine Kostenabwälzung hatte lediglich die CSU gestimmt. Dass die Gemeinde nun 7000 Euro in die juristische Beratung investieren will, um die Anwohner für den Lärmschutz zahlen zu lassen, bringt Hilgart auf die Palme: „Diese Aktion von Bürgermeister Wolfgang Panzer ist einmalig in ganz Bayern. Das gab es noch nie. Dieser Lösungsansatz ist nicht gerade zielführend.“

Hilgart stellt die Art und Weise, wie die Gemeinde vorgeht, in Frage. „Machbarkeitsstudien macht man dann, wenn man sich noch nicht im Klaren darüber ist, ob man überhaupt durchführen will“, sagt die 52-Jährige. Bekanntlich favorisiert die Gemeinde zusammen mit Taufkirchen ihr Tempolimit-Projekt „80/80“ an der A 995 und an der A 8. An die Adresse der Verantwortlichen im Unterhachinger Rathaus sagt Hilgart: „All diese Androhungen und Aktionen sind ein Abschreckmanöver, mit dem die Bürger verunsichert werden sollen, damit sie sich aus Angst vor hohen Kosten nicht mehr für eine Lärmschutzwand einsetzen.“

Überdies glaubt sie, dass die vom Bauausschuss vorgeschlagene Machbarkeitsstudie, die der Gemeinderat noch absegnen muss, der falsche Weg ist. „Ein Akustikgutachten in Höhe von 10 000 Euro würde völlig ausreichen, um zu bestimmen, welche Wand die erforderliche Lärmreduzierung bringen kann“, meint die Unterhachingerin. Innerhalb von drei Monaten ließe sich solch ein Akustikgutachten erstellen.

„Warum soll man Geld für die Klärung einer Machbarkeit ausgeben, wenn die Machbarkeit schon geklärt feststeht?“, fragt sich Hilgart. Aus ihrer Sicht wird die Aktion „80/80“ nichts bringen. Ebenso wie 700 Mitstreiter sieht sie die einzige Lösung in einer Lärmschutzwand. „Dann aber wäre eine Schallwellenuntersuchung mit Bestimmung der richtigen Lärmschutzwandkonstruktion, die für maximale Schallreduzierung nachhaltig sorgt, über ein Akustikgutachten der kostengünstigste und schnellstmögliche Lösungsweg.“ 

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