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„Bleib, wie du bist“ - Dickes Lob zum 50-Jährigen des Gymnasiums

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Von: Marc Schreib

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Klatschen zum Jubiläum: Schulleiterin Michaela Trinder, Kultusminister Michael Piazolo und weitere geladene Gäste.
Klatschen zum Jubiläum: Schulleiterin Michaela Trinder, Kultusminister Michael Piazolo und weitere geladene Gäste. © Marc OliverSchreib

Festakt am Gymnasium Unterhaching: Das Lise-Meitner-Gymnasium kann heuer sein 50-jähriges Bestehen feiern. Da gab sich sogar Kultusminister Michael Piazolo die Ehre.

Unterhaching - Ein emsiges Gewusel und ein großes Hallo bei festlicher Atmosphäre umspannte jetzt das Lise-Meitner-Gymnasium in Unterhaching. Die Schule pulsiert, alle ziehen an einem Strang, und die schwungvolle Dynamik hat sich beim Festakt zu 50 Jahren Gymnasium Unterhaching auf sämtliche Gäste übertragen. Ursprünglich sollte er bereits Ende Januar stattfinden, aber der Sommer und seine kraftvolle Natur, das soeben bestandene Abitur mit einem sehr guten Schnitt passten doch eigentlich viel besser als Frost und Minusgrade.

Die Turnathleten am Unterhachinger Gymnasium genießen einen hervorragenden Ruf. Zu Recht!
Die Turnathleten am Unterhachinger Gymnasium genießen einen hervorragenden Ruf. Zu Recht! © msc

An diesem Abend passte förmlich alles, schon die Einleitung mit Maurice Ravels Bolero riss Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) zu einem Lob hin. Er hob die Bedeutung von Schule als sozialem Ort hervor: „Hier an dieser Schule merkt man das.“ Aus dem Landtag saßen Claudia Köhler (Grüne) und Kerstin Schreyer (CSU) im Publikum. Letztere feierte an diesem Tag Geburtstag.

Dreieinhalb Millionen Unterrichtsstunden

Die Matritzendrucker in den 1970er-Jahren waren handbetrieben und funktionierte mit Spiritus. Lehrerin Christine Franzlik, die gemeinsam mit ihrem Kollegen Emmeram Dickert die Moderation übernahm, kann sich noch an den Geruch erinnern. Man schnupperte daran und war im Unterricht durch den Alkohol bisweilen nicht ganz präsent. Das sei heute in Zeiten des Digitalunterrichts kein Problem mehr. Zahlen, Fakten und Highlights der vergangenen 50 Jahre wollte Schulleiterin Michaela Trinder nicht herunterbeten. Nur eine: Dreieinhalb Millionen Unterrichtsstunden haben die Schüler insgesamt erlebt. Hinzu kommen etliche Stunden in Exkursionen und Austauschveranstaltungen. Mit vielen schönen, große Augenblicken.

Das Schulorchester spielt Maurice Ravels Bolero.
Das Schulorchester spielt Maurice Ravels Bolero. © msc

Die Direktorin knöpfte sich eine Parabel vor, die ein ehemaliger Schüler des Lise-Meitner-Gymnasiums 1971 geschrieben hat. Sie ist als letzter Beitrag im allerersten Jahresbericht abgedruckt. Damit wird der Bogen zum Heute geschlagen: Die 50 Jahre alten Zeilen beflügelten im Unterricht auch heute noch die Fantasie der Schüler. Ein Protagonist steht vor einem Vogelkäfig und flüstert, dass er auch gerne so froh wäre wie der zwitschernde Vogel. Dieser spricht mit ihm und empfiehlt ihm zu fliegen. Einfach los. Aktuell haben die Gymnasiasten den Text gelesen und sollten Assoziationen dazu abgeben. Ihnen fiel ein: Quarantäne, Luftschutzbunker, Containerlager, Straflager und vieles mehr. Die Schüler stellten damit Beobachtungen in einen neuen Kontext, deuten und interpretieren. Die Neugierde und Freude am Denken drückt sich laut Trinder darin aus.

Soziales Miteinander wichtig

Sie ist stolz darauf, dass die Schule seit 50 Jahren ihren Erziehungs- und Bildungsauftrag erfüllt. Mit dem Wissen komme das Denken und auf das Vermitteln von Wissen und Können werde am LMGU traditionell ein sehr großer Wert gelegt. Das Wesentliche werde in unzähligen Stunden durch die Kraft der kleinen Schritte erworben. Das soziale Miteinander und die Verinnerlichung demokratischer Grundwerte. Ziel sei, die Kinder Selbstwirksamkeit erleben zu lassen. „Die Biographien der ehemaligen Schüler zeigen neben den guten Abiturzeugnissen, dass die Schule ihre Aufgabe sehr gut erfüllt hat.“

Wimpel mit Geburtstagsgrüßen. Die Schüler tragen die schönsten am Ende des Festaktes vor.
Wimpel mit Geburtstagsgrüßen. Die Schüler tragen die schönsten am Ende des Festaktes vor. © msc

Das unterstrichen die LMGU-Schüler selbst am deutlichsten durch ihre Beiträge an Akrobatik, Musik und Theater. Vor allem die sportlichen Leistung der Turner sorgte beim Festakt für einen Befallssturm.

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