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Händeschütteln im Akkord: Unterhachings Bürgermeister Wolfgang Panzer (r.) begrüßt, gemeinsam mit seiner Frau Nicole, sowie seinen beiden Stellvertretern Professor Alfons Hofstetter (l.) und Christine Helmig, mehr als 600 Gäste zum Neujahrsempfang in der Hachinga-Halle.

Bürgermeister dankt den Steuerzahlern

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Unterhaching ist lebenswert. Und vieles, was es so lebenswert macht, ist möglich, weil die Menschen, die im Ort leben, Steuern zahlen. Bürgermeister Wolfgang Panzer war das beim Neujahrsempfang ein Dankeschön wert. 

Von Martin Becker

Unterhaching – Vor acht Jahren stand Wolfgang Panzer schon mal an dieser Stelle, am Rednerpult in der Hachinga-Halle. Damals, im Januar 2009. Es war sein erster Neujahrsempfang in der Rolle als neu gewählter Bürgermeister. In den Folgejahren fand das gesellschaftliche Ortsereignis stets in der Sportarena am Utzweg statt, doch weil die aktuell saniert wird, gab’s heuer ein „zurück zu den Wurzeln“: Nach längerer Pause begrüßte Panzer, zusammen mit seinen Stellvertretern Christine Helming und Professor Alfons Hofstetter, die über 600 geladenen Gäste wieder mal in der Hachinga-Halle. Und eine Ausweichlösung soll die gar nicht bleiben: „Das Feedback war sehr positiv, die Atmosphäre hier ist gemütlicher als in der Sportarena – ich denke, das werden wir für die Zukunft so lassen.“

Nicht nur das Ambiente erfreute diesmal die Unterhachinger, sondern auch der neue Stil der 20-minütigen Neujahrsansprache. Die bestand jahrelang zur (ersten) Hälfte darin, die wichtigsten Persönlichkeiten namentlich zu begrüßen, ehe im zweiten Teil ein paar politische Botschaften folgten. Diesmal hatte sich Panzer einen neuen roten Faden ausgedacht: Der namentliche Dank an verdiente Mitbürger zog sich vom ersten bis zum letzten Satz – die lokalen Inhalte, Schmonzetten und Würdigungen dazu ließ Panzer, hübsch gleichmäßig auf acht DIN A4-Seiten und exakt 20 Minuten Redezeit verteilt, an passender Stelle einfließen.

„Ich breche heute mit der Tradition einer vorangestellten Begrüßung“, erläuterte Panzer eingangs. Und erntete die ersten freudigen Lacher dafür: „All diejenigen, die ich nicht namentlich nenne, fühlen sich bitte besonders begrüßt!“

Genau 50 Namen aus Landes- und Kommunalpolitik, Sport, Wirtschaft, Vereinsleben und Brauchtum, Feuerwehr, Asylhelferkreis und Agenda nannte Panzer – einschließlich seiner Frau Nicole, die ihn bestens unterstütze in seinem zeitaufwändigen Beruf als Gemeindeoberhaupt. Und, der größte Lacherfolg des Abends, als es um die Finanzierbarkeit der vielen lebenswerten Dinge in Unterhaching ging: „Ich bedanke mich daher auch bei allen Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern.“ Weil 2017 das Martin-Luther-Jahr ist, schloss Panzer mit einem Zitat des großen Reformators, das Hoffnung machen soll: „Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch mein Apfelbäumchen pflanzen.“

Danach hieß es, nach dem Aperitif und Salzgebäck: Büffet eröffnet, Bierausschank ebenso – Zeit also zum regen Gedankenaustausch mit Gesprächspartnern, die man in dieser Dichte in Unterhaching nur einmal im Jahr findet.

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