Ausgebootet: Bela Bach fand auf der Liste der Bayern-SPD für die Bundestagswahl keine Berücksichtigung
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Ausgebootet: Bela Bach fand auf der Liste der Bayern-SPD für die Bundestagswahl keine Berücksichtigung

Bundestagswahl

Entscheidung gefallen: Bela Bach (SPD) zieht Kandidatur für Bundestag zurück

  • Charlotte Borst
    vonCharlotte Borst
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Aus der Nicht-Berücksichtigung auf der Liste der Bayern-SPD zieht Bela Bach nun ihre Konsequenzen: Die 31-Jährige kandidiert im September doch nicht für den Bundestag.

Landkreis - Aus der Nicht-Platzierung auf der Liste der Bayern-SPD zieht Bela Bach nun ihre Konsequenzen: Die 31-Jährige kandidiert im September doch nicht für den Bundestag. Ihren Wahlkreis vertritt sie bis dahin noch in Berlin, dann will die Juristin ihre Doktorarbeit fertigstellen.

Hat sie die falsche Strategie verfolgt, wurde sie ausgebootet? In dieser Frage gehen die Meinungen auseinander. Fakt ist: Die jüngste Frau im Deutschen Parlament kandidiert nicht wieder. Den Kampf um das Direktmandat, den im Landkreis München regelmäßig die CSU gewinnt, nimmt die Planeggerin gar nicht erst auf.

„Im Wahlkampf muss ein Team 100 Prozent zusammenstehen“, sagte Bach gestern. „Aber so, wie das jetzt gelaufen ist, kann ich das emotional nicht durchziehen.“ Sie vermisst den Rückhalt der Bayern-SPD. Deren Vorsitzende ist noch wenige Wochen Natascha Kohnen aus Neubiberg, deren eigener Unterbezirk künftig wohl nicht mehr in Berlin vertreten sein wird.

Bach sieht sich vorgeführt. „Nach allen ungeschriebenen Gesetzen der SPD hätte mir der dritte Frauen-Platz zugestanden.“ Dass ihr der nicht eingeräumt wurde und plötzlich eine Gegenkandidatin auftauchte, hält sie für „eine politische Entscheidung, die ich akzeptiere, aber nicht für richtig halte.“ Anfang März war auf der Oberbayern-Liste überraschend die stellvertretende Juso-Landesvorsitzende Carmen Wegge angetreten, gegen die Bela Bach scheiterte. Sie verließ die Liste und wurde vom Vorstand nicht auf der Bayern-Liste eingeplant. Als sie dann, quasi von außen, auf der Landesliste auf Platz 18 angriff, unterlag sie gegen Martina Stamm-Fibich aus dem Bezirk Schwaben. Allerdings waren zu diesem Zeitpunkt vor ihr schon vier Oberbayern auf den Plätze 2, 4, 13 und 15 gelistet, so dass es auch um einen Ausgleich unter den Bezirken ging.

Florian Schardt: „Fest steht. Es wird eine Kandidatur geben.“

Die Kreis-SPD muss sich nun erneut eine Kandidatin oder einen Kandidaten suchen. Dabei dürfte sich das Augenmerk auf den Kreischef Florian Schardt richten. „Wir werden eine gute Lösung finden und als Team entscheiden“, ließ der 39-Jährige gestern wissen, „fest steht, es wird eine Kandidatur geben.“

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