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Der Arbeitsmarkt im Landkreis München trotzt der Coronakrise, auch mithilfe von Kurzarbeit.

Firmen nutzen Kurzarbeit intensiv

Corona hinterlässt Spuren auf dem Arbeitsmarkt

  • Patricia Kania
    vonPatricia Kania
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Die Lage auf dem Arbeitsmarkt bleibt aufgrund der Corona-Pandemie weiterhin angespannt, auch wenn sich die Arbeitslosenquote im Landkreis München auf vergleichsweise niedrigem Niveau bewegt. Der Arbeitsmarkt wird vor allem durch den massiven Einsatz von Kurzarbeit gestützt.

Landkreis – Die Folgen des harten Lockdowns im Landkreis sind aus den aktuellen Zahlen der Agentur für Arbeit mit dem Stichtag 10. Dezember noch nicht abzusehen. Demnach waren bis zu diesem Datum im Dezember 5998 Menschen ohne Arbeit. Das sind 33 Arbeitslose weniger als im November. Im Vergleich zum Dezember 2019 haben sich allerdings 1895 Personen mehr arbeitslos gemeldet.

Arbeitslosenquote steigt von 2,2 auf 3,1

Der Jahresvergleich macht die Entwicklung deutlicher. 2019 hatten im Landkreis im Durchschnitt 4151 Menschen keinen Job. 2020 waren es bereits 5321. Die Arbeitslosenquote stieg von 2,2 auf 3,1. Damit bewegt sich die Arbeitslosenquote aber angesichts der konjunkturellen Lage noch auf geringem Niveau.

Kurzarbeit schnellt nach oben

Dass die Zahl der Arbeitslosen nicht massiv in die Höhe geschnellt ist, ist sicherlich auch dem Instrument der Kurzarbeit zu verdanken, von dem die Firmen im Landkreis intensiv Gebrauch machten, um ihre Mitarbeiter nicht entlassen zu müssen. Gab es im Februar 360 Kurzarbeiter, schoss die Zahl mit dem ersten Lockdown im März nach oben auf 11 148. Der bisherige Höchststand wurde dann im April verzeichnet mit 34087 Kurzarbeitern. Im Juni ging die Zahl dann wieder runter auf 26 829. Weitere Daten für die folgenden Monate liegen noch nicht vor.

In der gesamten Region München haben im April 2020 haben fast 256 000 Beschäftigte Kurzarbeitergeld bezogen. Zum Vergleich: Insgesamt sind in der Region München etwa 1,5 Millionen Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

Weniger Stellenangebote

Der verschärfte Lockdown spiegelt sich laut Agentur für Arbeit zwar noch nicht in den Arbeitslosenzahlen, aber in der wieder steigenden Nachfrage nach Kurzarbeit und in den rückläufigen Stelleneingängen wider. Im Dezember waren demnach 2329 offene Arbeitsstellen bei der Agentur für Arbeit eingegangen. Das waren 205 Stellenangebote weniger als im November. Im Stellenbestand befanden sich im Dezember 8336 Angebote, 738 weniger als im Dezember 2019.

Besonders von Arbeitslosigkeit betroffen waren die Branchen Unternehmensorganisation, Buchhaltung, Recht, Verwaltung, Kultur, Gestaltung, Handel, kaufmännische Dienstleistungen, Vertrieb und Tourismus.  

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