Das Landratsamt in München.
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Das Landratsamt in München.

17 Fälle mit Delta-Mutation

Immunisierungs-Appell aus dem Landratsamt: „zeitnahe“ Termine in den Impfzentren

  • Max Wochinger
    VonMax Wochinger
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Landrat Göbel ruft Bürger zum Immunisieren auf. In den Impfzentren können sich auch Kinder ab 12 Jahren impfen lassen. Die Delta-Variante ist auf dem Vormarsch.

Landkreis – Die Ansteckungen mit der Delta-Variante des Coronavirus nimmt im Landkreis weiter zu. Es gibt aktuell 17 bestätigte Fälle, berichtete Landrat Christoph Göbel (CSU). Das Landratsamt geht indes davon aus, dass die eigene Impfquote nicht mehr stimmt. Bürger können sich auch außerhalb des Landkreises impfen lassen, das Landratsamt München zählt sie dann aber nicht mit.

Bis Dienstagvormittag waren 29 Menschen im Landkreis mit dem Coronavirus infiziert. 17 davon sind bestätigte Delta-Fälle, sagte Landrat Göbel bei einem Pressegespräch. Zudem gibt es 39 Verdachtsfälle. Der Gesundheitsamtschef Gerhard Schmid denkt, dass bald die Hälfte aller Corona-Fälle auf Delta-Mutationen zurückgehen.

Schulen und Kitas betroffen

Bestätigte Delta-Fälle in Schulen gibt es nicht. Derzeit sind fünf Personen von fünf Schulen und zwei Kindertagesstätten mit dem Virus infiziert.

Thema Schule: Die Kreisverwaltung prüft im Moment, wie hoch die Kosten liegen, um Schulen mit Luftfilter auszustatten (siehe Seite 33). 50 Prozent der Kosten übernimmt der Freistaat. Trotzdem würden im Landratsamt „sehr hohe Beträge“ anfallen, sagte Göbel. Hinzu kämen Gelder für Wartung und Strom. Der Landkreischef sieht den Freistaat in der Verantwortung.

Impfung auch für Kinder ab 12 Jahren

Göbel blickt mit Sorge auch auf den Herbst: Damit Kinder das Virus nicht aus dem Elternhaus in die Schulen tragen, müssten möglichst viele Erwachsene geimpft werden. Auf Wunsch und mit spezieller Aufklärung der Eltern können sich auch Kinder ab zwölf Jahren impfen lassen.

Die Zahl der dokumentieren Gesamtimpfungen liegt indes bei fast 300 000. Jedoch ist die Impfquote nicht korrekt, sagte Göbel. Die Impfquote erfasst nicht die Immunisierungen, die hiesige Bürger außerhalb des Landkreises bekamen. Die Kreisverwaltung geht deshalb davon aus, dass viel mehr Bürger geimpft wurden.

Mehr Impfstoff als registrierte Bürger auf BayIMCO

Folglich weiß das Landratsamt nicht, wie viele Menschen noch auf einem Impftermin warten. Laut dem Registrierungsportal BayIMCO warten noch 3600 registrierte Bürger auf einen Termin – weit weniger als die Zahl an angemeldeten Impfstoff. Knapp 18 000 Dosen kommen diese Woche. Betrachtet man jedoch die Einwohnerzahlen, müsse es noch mehr Impfberechtigte geben, so Göbel. Er ruft die Ungeimpften zur Anmeldung auf. In den Impfzentren könnten momentan alle Anmeldungen zeitnah bedient werden.

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