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Wann endlich kommt die Querungshilfe bei St. Korbinian? Dafür setzt sich Richard Raiser, Fraktionsvorsitzender der CSU, hartnäckig ein.

Bauvorhaben

Einmal nein, einmal bald, einmal ungewiss

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Unterhaching - In diesem Artikel geht es darum, was nicht passiert – beziehungsweise, was nicht gebaut wird. Noch nicht. Oder gar nicht. Oder vielleicht? Drei Fälle aus Unterhaching. 

Frechheit siegt: Dies gilt für den ersten Fall, mit dem sich der Ferienausschuss befassen musste. Es ging darum, ein Mehrfamilienhaus in der Lilienthalstraße 2 auszubauen und zu modernisieren. Allerdings überschritt der Bauwerber mit seinem Antrag mehrere Grenzen. Das aus Sicht der kommunalen Bauverwaltung indiskutabelste Punkt, wie Christian Franke darlegte: Die sogenannte Grundflächenzahl (GRZ) würde deutlich über der Festsetzung im alten Bebauungsplan und auch über der im neuen (über den im September beraten wird) liegen. Zudem fehlten im Bauantrag der Nachweis für Fahrradabstellplätze und für Ersatzpflanzungen von Bäumen, die gefällt werden sollen. Um keine Bezugsfälle zu schaffen, lehnte der Ferienausschuss das Bauvorhaben einstimmig ab. „Hoffentlich lernt der Bauwerber daraus“, sagte Vize-Bürgermeister Professor Alfons Hofstetter (parteilos) und sinnierte: „Hätte man solch eine Diskrepanz nicht vorab klären können?“ 

Der zweite Fall ist ein Dauerbrenner: die Querungshilfe bei St. Korbinian, die insbesondere Senioren beim Kirchenbesuch das Überqueren der viel befahrenen Ottobrunner Straße erleichtern soll. Seit rund 40 Jahren steht das Thema immer wieder auf der Agenda, wurde zuletzt vor allem von der CSU und deren Fraktionsvorsitzendem Richard Raiser forciert. Mit Erfolg, so schien es: Heuer im Frühjahr gab das Landratsamt endlich grünes Licht. Doch, und darüber wunderte sich Raiser wortgewaltig, passiert ist bis dato immer noch nichts: „Regelmäßig schaue ich vorbei, ob die Bauarbeiter endlich angerückt sind. Ich will jetzt nicht schon wieder wissen, was wann warum passieren soll, sondern nur dies: Wann steht die Querungshilfe tatsächlich?“ Heuer im Oktober, versicherte Bauamtsleiter Stefan Lauszat, sei es so weit. Zu der Verzögerung sei es gekommen, weil der Landkreis erfreulicherweise nun doch die Kosten von rund 100.000 Euro übernehme und deshalb aktuell noch die Ausschreibung laufe. Die sei in Kürze abgeschlossen – und nach vier Wochen Bauzeit und vier Jahrzehnten Vorlauf soll Ende Oktober die Querungshilfe fertig sein. 

Fall drei: Seit über einem Jahr sind im Landschaftspark vis-a-vis der Flüchtlingsunterkunft zwei morsche Holzbrücken gesperrt. Die Erneuerung wurde schon 2015 beschlossen (wir berichteten) – aber warum, wollte Günther Stäblein (CSU) wissen, wurden die Sanierungen bis heute nicht realisiert? Weil aus dem Landratsamt die wasserrechtliche Genehmigung immer noch aussteht. Was im Ferienausschuss zur ironischen Fragestellung führte, ob der zuständige Sachbearbeiter vielleicht dauerabsent sei. Man werde nachhaken, hieß es. 

Fazit: „Nein“ zum überdimensionierten Bau, „bald“ bei der Querungshilfe, „vielleicht“ in puncto Brücken.

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