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Im Kindergarten Sternschnuppe ist die Aufregung noch groß.

Einrichtungen in Unterhaching

Kindergartenkinder erkrankten plötzlich: Eltern wollen ganze Wahrheit hören

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Nach der Massenerkrankung in zwei Unterhachinger Kindertagesstätten ist die Aufregung noch immer groß.

Unterhaching– Der Elternbeirat der „Sternschnuppe“ hat am Mittwoch in seiner turnusmäßigen Sitzung die Vorfälle thematisiert und das Krisenmanagement von Kindergarten und Gemeinde analysiert. Schuldzuweisungen gab es nicht. „Allerdings befürchten einige Eltern, dass die Behörden uns Eltern nicht über alle Ergebnisse informieren, wenn der Befund feststeht“, sagt Vorsitzende Christiane Gruber: „Wir wollen schon genau wissen, was die Kinder hatten.“

Inzwischen sind die Symptome des Brechdurchfalls überwunden. Betroffen waren am Montag 40 Kinder der „Sternschnuppe“ und 14 Kinder der „Villa Farbenfroh“. Bei vielen waren zwei Stunden nach dem Mittagessen Erbrechen und Durchfall so stark, dass die Eltern sie zum Arzt brachten, drei Kinder mussten über Nacht im Krankenhaus bleiben. Am Dienstag waren viele Kinder noch schlapp, am Mittwoch war dann aber alles überstanden.

Ob die Schuld beim Caterer liegt, sei noch unklar, sagt Gruber. „Einen Zusammenhang mit dem Essen scheint es zu geben.“ Die Gemeinde hat für ihre vier Kindergärten die Lieferung vorsorglich ausgesetzt, der evangelische Kindergarten schloss sich der Entscheidung an. Die Rathausverwaltung hat noch am Montagabend eine neue Essensversorgung organisiert. Zwischenzeitlich bekocht ein anderer Caterer die Kinder. „Wir haben das vorsorglich gemacht“, sagt Rathaus-Pressesprecher Simon Hötzl, „wir wollen damit keine Vorverurteilung treffen.“ Das Gesundheitsamt untersucht noch die Proben – es gab Tortellini und Soße – und wird der Gemeinde den Befund mitteilen.

„Warum hat der Kindergarten nicht den Notarzt gerufen? Es hätte ein Kind ja einen Kreislaufzusammenbruch erleiden können.“ – Auch diesen Vorwurf, den Eltern aufwarfen, diskutierte der Elternbeirat, sieht hier aber kein Versäumnis: „Die Erzieherinnen haben ihr Bestmögliches getan“, sagt Gruber: „Sie haben ihre Prioritäten gesetzt: Zuerst haben sie die Gemeinde und das Gesundheitsamt informiert, dann in einer Stunde alle 144 Elternteile.“

Es sei richtig gewesen, zuerst die Eltern zu rufen, und nicht den Notarzt, sagt Hötzl: Die Eltern müssten selbst abwägen, ob ihr Kind Hilfe von einem Notarzts benötige. In Unterhaching seien am Abend First Responder bei mehreren Familien im Einsatz gewesen. „Das Vorgehen unseres pädagogischen Personals war effektiv und kompetent“, so Hötzl. Die Erzieherinnen hätten den Kindern am folgenden Tag auch gut vermittelt, dass alles wieder normal sei.  icb

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