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Im Mittelpunkt steht Ex-Kommandant Josef Gmeinwieser (4.v.l.)

Feuerwehr Unterhaching ehrt Ex-Kommandanten mehrfach

"Gschmiese" räumt ab

Unterhaching - Die Jungen haben's drauf: Ein Jahr nach dem Generationswechsel bei der Feuerwehr stehen die Retter bestens da. Doch im Fokus stand  nun nochmal ein alter Hase: Ex-Kommandant Josef Gmeinwieser.

Zufriedene Gesichter bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Unterhaching: Der Anfang 2015 vollzogene Generationswechsel erwies sich als Treffer. Die junge Führungsspitze hatte die Gruppe im Griff. Kommandant Christian Albrecht (30) und Vereinsvorsitzender Christoph Simon (29) zogen nun eine positive Bilanz – und bekamen stehende Ovationen im Gerätehaus. 

Der vollbesetzte Saal applaudiert, als der ehemalige Kommandant Josef Gmeinwieser (52) aufgerufen wird. „Gschmiese“, wie ihn alle hier nennen,wird große Ehre zuteil. 18 Jahre war er Kommandant, 2015 trat er nicht mehr zur Wahl an. Wie auch sein Stellvertreter Jakob Diepold. Seither hat Albrecht das Sagen. Gemeinsam mit Vorstand Christoph Simon zitierte er Gmeinwieser nach vorn. „Nur wenige haben die Feuerwehr so geprägt wie Du“, begrüßt ihn Simon und beginnt eine lange Aufzählung. Etwa mit dem Fuhrpark: „Viel hast Du auf der technischen Seite bewegt und den Fuhrpark mindestens einmal komplett ausgetauscht. Darüber hinaus hast Du das Sachgebiet Feuerwehr in der Gemeindeverwaltung initiiert, das Du jetzt auch noch leitest.“ 

Gründe genug für die Verleihung der Ehrennadel in Gold. Als Gmeinwieser dann auch noch zum Ehrenkommandanten ernannt wird, gibt es tosenden Applaus. Seine Beförderung vom Ober- zum Hauptbrandmeister geht da fast unter. „Gschmiese“ strahlt übers ganze Gesicht. Das i-Tüpfelchen, ein Ehrenplatz im Stüberl der Wehr, macht das Ganze perfekt. „Ich bin erleichtert, dass ich jetzt nicht mehr alles machen muss“, sagt er später – und grinst. Immerhin brauche er zu keinem Nachteinsatz mehr ausrücken. Für ihn persönlich sei es ein schönes Jahr gewesen, auch privat. Beruhigend deshalb, weil die Spitze alles so gut mache. „Die Wehr ist jetzt in besten Händen.“ 

Eine Einschätzung, der sich Bürgermeister Wolfgang Panzer anschloss. „Das hohe Ansehen der Unterhachinger Feuerwehr zeigt sich auch in der Spendenbereitschaft innerhalb der Bevölkerung“, sagte Panzer. So konnte die Bürgerstiftung „Lebenswertes Unterhaching“ dem Verein eine Spende von 65 000 Euro zur Anschaffung von zwei neuen Einsatzfahrzeugen überreichen. „Mit einem Zuschuss durch die Gemeinde können nun zwei BMW X 3 gekauft werden“, sagte der Bürgermeister. 

Die Wehr, das sind aktuell 184 Mitglieder, 130 davon sind aktiv. Eine eingeschworene Truppe. Das Erlebte und die Herausforderungen schweißen zusammen. 741 Einsätze mit 4597 Stunden allein im vergangenen Jahr. Dazu kommen Übungen, Lehrgänge, Verwaltungsaufgaben. „Summa summarum kommen 33 353,63 Stunden für 2015 zusammen“, rechnete Kommandant Albrecht vor. Allein die Bereitschaft der First Responder schlägt mit 17 520 Stunden zu Buche. 

Höhepunkt für alle war die Anschaffung der neuen Drehleiter. Kostenpunkt: 670 000 Euro. 30 Maschinisten wurden dafür speziell ausgebildet. Bis zum achten Stockwerk reicht sie hoch. „Am 4. Juni findet die Fahrzeugweihe statt“, gab Christoph Simon bekannt. „Wir haben uns im vergangenen Jahr ordentlich eingearbeitet“, sagte Christian Albrecht. „In 2016 geben wir richtig Gas."

Kathrin Kohnke

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