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In der Traglufthalle an der Biberger Straße war der 47-Jährige untergebracht.  

Nun muss er ins Gefängnis

Flüchtling droht, Traglufthalle anzuzünden

„Ich besaufe mich und  zünde beide Hallen an“: Das hat ein  Asylbewerber in Unterhaching angedroht. Nun muss er ins Gefängnis.

Unterhaching – Ein 47-jähriger Asylbewerber, der in der Traglufthalle in Unterhaching untergebracht war, muss ins Gefängnis. Er hatte im Februar dieses Jahres gedroht, die Unterkunft anzuzünden. Das Amtsgericht München verurteilte den Mann jetzt wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten ohne Bewährung.

Der 47-Jährige war am Tag des Vorfalls gegen 18 Uhr in das Büro des Sicherheitsdienstes gekommen und hatte gesagt: „Ich gehe jetzt in meine Box und besaufe mich richtig. Dann gehe ich los und zünde beide Hallen an. Ihr werden schon sehen, was Ihr davon habt.“ Ein Sicherheitsmitarbeiter informierte daraufhin die Polizei.

Laut Gericht hatte der Flüchtling in Kauf genommen, dass die Mitarbeiter diese Äußerung als Androhung eines Brandanschlags verstehen und dementsprechend ernst nehmen würden. Es hätte ihm auch klar sein müssen, dass seine Äußerung eine nicht überschaubare Zahl von Menschen erheblich beunruhigen würde – vor allem, wenn die Polizei eingreifen muss.

Der Mann war bereits mehrfach in der Vergangenheit durch aggressives Verhalten aufgefallen und hatte ein Monat vor dem Vorfall schon einmal gegenüber dem Sicherheitsdienst angekündigt, dass er ein Blutbad anrichten werde. Der 47-Jährige wurde festgenommen.

In der mündlichen Verhandlung gab sein Verteidiger für ihn eine Erklärung ab. Er gab demnach alles zu und ließ mitteilen, dass ihm die Sache sehr leid tue. Er habe fünf Bier getrunken. Doch die späte Reue nützt ihm nichts. Er muss sechs Monate hinter Gitter. Eine Bewährungsstrafe kam für das Gericht nicht in Frage. Denn es sei nicht auszuschließen, dass der Verurteilte erneut Straftaten begehen würde.

mm

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