Die gelungene Zeichnung von Gabriele Heininger könnte bald wirklich auf dem Oktoberfestkrug prangen.

Gabriele Heininger kommt mit ihrem Wiesnplakatentwurf in die Ausscheidung

Das muss auf den Krug

  • Anna Schwarz
    vonAnna Schwarz
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Gabriele Heininger (58) aus Unterhaching hat es mit ihrem Wiesnplakat-Entwurf unter die besten 30 von 184 Bewerbern geschafft, die Online-Abstimmung lief bis vergangenen Dienstag. Im Interview verrät die Modeverkäuferin und Mediengestalterin, warum sie nie ein Wiesnplakat zeichnen wollte.

Warum haben Sie ein Wiesnplakat entworfen?

Das war Zufall. Auf Instagram habe ich eine Skizze von einem Maßkrug und Breze veröffentlicht und dann hat mich eine Followerin angeschrieben. Sie hat gesagt: Das muss doch auf einen Wiesn-krug. Da hab ich nur geschmunzelt, jaja Wiesnkrug.

Aber dann haben Sie sich doch anspitzen lassen?

Ja, sie hat mich dann noch mal Ende letzten Jahres angeschrieben, als die Bewerbungsphase für das Wiesnplakat anfing. Da hat’s mich dann doch in den Fingern gejuckt. Ich bin ja eine gebürtige Münchnerin.

Und ein Wiesnfan?

Naja, ich bin ein Fan der beschaulichen Wiesn: Unter der Woche zusammen mit meinem Mann, mittags im Biergarten sitzen, ein Hendl essen und eine Mass trinken – das mag ich. Aber nicht so die Partywiesn. Und das drückt auch mein Plakat aus.

Inwiefern?

Mir war das Traditionelle wichtig: Die Brezn, der Maßkrug und vor allem die verbindenden Elemente der Wiesn. Die beiden Figuren reichen sich die Hände – das steht für Gemeinsamkeit und Völkerverständigung, denn im Festzelt setzen sich alle Nationen an einen Tisch. Die blau-weißen Rauten stehen klar für Bayern, die bunten Waggerl, Herzerl und Edelweiß repräsentieren die Schausteller und laufen wie eine Achterbahn drumherum.

Den Online-Wählern hat ihr Entwurf gefallen. Wie geht’s jetzt weiter?

Bis Anfang Februar entscheidet eine Fachjury, wer das Siegermotiv eingereicht hat. Ich bin am Sonntagabend schon mit einem freudigen Lächeln ins Bett gegangen, als ich im Internet gesehen habe, dass ich unter den letzten 30 bin. Das hätt ich nicht erwartet und freut mich sehr. Jetzt heißt es einfach: Däumchen drücken.

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