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Mit bunter Farbe sprühen die Kids einen Drachen auf die Wand.

Graffiti-Kunst in der Unterführung in Unterhaching

Mit Einhorn und Drachen zur S-Bahn

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Eine Einhorn-S-Bahn rauscht durch die Unterführung zum Sportpark in Unterhaching. Sie haben Jugendliche an die Wand gesprüht. Gewollt und legal.

Unterhaching – Jahrelang wirkte die S-Bahn-Unterführung vom Carl-Orff-Weg zum Sportpark in Unterhaching ziemlich schmuddelig und schmierig. Rund 30 Jugendliche haben sie jetzt bei einem Graffiti-Projekt der Jugendkulturwerkstatt (JKW) aufgehübscht. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Auf der einen Seite wird die Betonwand von einer Einhorn-S-Bahn geziert, die von Unterhaching nach München fährt; auf der anderen Seite nimmt ein Drache die Verfolgung auf, weil das Einhorn ihm Süßigkeiten aus seiner Schatzkiste gestohlen hat.

„Insgesamt war es ein gelungenes Projekt, bei dem Ideen und Kreativität im Vordergrund standen und nicht das technische Können“, resümiert JKW-Leiter Tobias Kühn. Er hatte bei der Jugendversammlung im September für das Projekt geworben. An zwei Wochenenden wurde nun gemalt und gesprüht.

In zwei Gruppen machten sich die Jugendlichen, meist zwischen 13 und 16 Jahre alt, ans Werk. Jeweils eine Wand stand jeder Gruppe zur Verfügung. Es wurde aber nicht einfach drauflos gepinselt. Nein, vorher gab es ein Brainstorming in der JKW. „Dort haben die Jugendlichen viele Ideen gesammelt, diese nach und nach zu Skizzen ausgearbeitet“, berichtet Kühn. Fachliche Unterstützung gab es vom Design-Studenten Philip Junk. „Wichtig war, dass sich am Ende alle in dem Gesamtkunstwerk wiederfinden können“, sagt Kühn. Das sei gelungen. „Alle Ideen konnten in die Entwürfe eingearbeitet werden.“

Nach einer Einführung in die Technik ging das Ausprobieren fließend ins Sprühen über. Barbara Zwiehoff vom Team der JKW ermunterte die Jugendlichen: „Falsch machen“ gebe es nicht, „ihr könnt einfach wieder drüber sprühen“. Das machten die jungen Graffiti-Künstler mit Leidenschaft, sodass die Unterführung nach den beiden Workshop-Wochenenden in neuer Farbenpracht strahlt. Den Leuten gefällt’s, hat Kühn registriert: „Von Passanten gab es interessierte und positive Rückmeldungen.“  

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