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„Kinder sind unsere Zukunft“: Die Aufschrift der Luftballons steht sinnbildlich für die Erweiterung der Jahnschule.  

Sechs Räume für 2,55 Millionen Euro

Grundschule: Erweiterungsbau eingeweiht

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Der Erweiterungsbau der Grundschule an der Jahnstraße ist offiziell eingeweiht. Bei der Feier ging‘s ziemlich bunt zu.

Unterhaching – Sieben Monate später als geplant, aber schöner als gedacht: Am Montag ist der 2,55 Millionen Euro teure Erweiterungsbau zur Unterhachinger Grundschule an der Jahnstraße mit einer musikalischen Darbietung, bunten Luftballons und einer Führung offiziell eingeweiht worden.

„Danke, dass Sie sich so vorbildlich um die Kinder kümmern“, sagte Julia Stelzer von der AWO München-Stadt an die Adresse von Bürgermeister Wolfgang Panzer. Der hatte zuvor ebenfalls ein Dankeschön ausgesprochen – an die Kinder nach deren musikalischem Willkommensgruß. „Diese Einleitung passt perfekt, denn für Euch haben wir das Gebäude ja gebaut.“

Auf 432 Quadratmetern Grundfläche und zwei Stockwerken sind nun je drei Klassenzimmer und drei Räume für die Mittagsbetreuung entstanden, zudem diverse Nebenräume. Das alles, trotz der Verzögerung, in „rekordverdächtig kurzer Bauzeit“, wie Panzer betonte.

Was auffällt: Der Anbau ist bunt, außen knallig grün, innen in Orange-Tönen gehalten. Und vor allem hell. Das liegt am architektonischen Kniff, alle sechs Haupträume nach Süden zu situieren und mit raumhohen Fenstertüten zu bestücken. Und das Treppenhaus, eher einer Begrüßungshalle gleichend, wird, obwohl nach Norden ausgerichtet, durch eine Glasfassade von Licht durchflutet. Susanne Schweizer, die seitens des Bauamts das Projekt betreute, schwärmt von „Transparenz“ sowie dem „Verschwimmen von innen und außen“; damit keine Fußbälle vom direkt angrenzenden Bolzplatz die Scheiben zertrümmern, sind diskret Netzgitter gespannt, im im Obergeschoss zugleich die Balkons begrenzen.

Die Ausstattung ist hochwertig, egal ob im schnieken Sanitärbereich mit recht futuristischen Piktogrammen, in den Klassenzimmern mit modernen Whiteboards oder in den Aufenthaltsräumen im Erdgeschoss, wo ein Stoff-Pinguin die noch nicht ausgepackten Spielzeugschachteln mit Lego und Playmobil bewacht. Die Ruhe vor dem Sturm am Tag der Inbetriebnahme unmittelbar nach den Herbstferien.

Ursprünglich hieß es, der Satelliten-Anbau solle lediglich als Provisorium die Platzprobleme der Jahnschule lösen. Davon will inzwischen und angesichts von über zweieinhalb Millionen Euro Investitionsaufwand niemand mehr etwas wissen. „Hier ist eine dauerhafte Lösung entstanden“, sagt Rathaus-Sprecher Simon Hötzl, der die Hybrid-Bauweise (massive Böden plus Holzständerauweise und Außenverkleidung) als „Mittel der Wahl“ und insofern möglicherweise als Vorbild für weitere Projekte dieser Art preist: „Energetisch hervorragend, vergleichsweise günstig, von der Ausstattung her top.“

Musik spielt übrigens eine unübersehbare Rolle, die sechs Haupträume sind nämlich allesamt benannt nach amerikanischen Künstlern: Louis (Armstrong), Ella (Fitzgerald), Frank (Sinatra), Elvis (Presley), Miles (Davis) und Jeane (Manson). Passenderweise erfolgte die Einweihung mit Musik. Erst sangen die Kinder ein Herbstlied („Es ist Herbst, und die Welt wird wieder bunter“), dann folgte das Jahnschul-Lied mit dem Refrain: „Bei uns ist immer was los, denn unsere Schule ist famos!“ Dieser These mochte der Bürgermeister kaum mehr hinzufügen: „Viel Vergnügen und alles Gute im neuen Gebäude.“ 

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