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Grundsteinlegung zum Neubau des Gemeindezentrums an der Heilandskirche in Unterhaching.

Evangelisches Gemeindezentrum

Grundstein für Ort der Begegnung

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Nach einem feierlichen Gottesdienst in der Heilandskirche ist auf der Baustelle nebenan der Grundstein für das neue Evangelische Gemeindezentrum gelegt worden.

Unterhaching – Wer (zu) spät kam, musste in der rappelvollen Heilandskirche mit den Reserveplätzen vorlieb nehmen: zwischen Brezn, Käseplatten und Getränkekisten. Den Umtrunk gab’s erst knapp zwei Stunden später, dazwischen lagen ein Gottesdienst und die Zeremonie der Grundsteinlegung. In einem Jahr, so das Ziel, soll das neue Gemeindezentrum der Evangelisch-Lutherischen Heilandskirche eingeweiht werden.

Die ethischen Eckpfeiler des vom Architekten Martin Goldbrunner konzeptionierten Gemeindezentrums skizzierte Dekan Mathis Steinbauer schon während seiner Predigt. Er pries „Offenheit für andere Kulturen und Religionen“, es dürfe keine Doktrin im Sinne einer „Clubmentalität jeden, bei der die Tür nach außen zu ist“. Nein, „ein lebendiges Haus ist ein gastfreundliches Haus“, sagte Steinbauer. Darum gehe es – um eine weltoffene Atmosphäre: „Entscheidend wird sein, die frohe Botschaft so zu verkünden, dass der gastfreundliche Gott alle verbindet. Der Friede Gottes ist höher als alle Vernunft.“

Ein Gedanke, den auch Pfarrerin Christiane Ballhorn bei der Grundsteinlegung aufgriff. „Wir bauen dieses Haus für die Zukunft. Es soll dazu dienen, dass die Gemeinde auch nach und neben den Gottesdiensten zusammenfindet und lebendig bleibt.“ Architekt Goldbrunner formulierte seine Idee für den Gebäudekomplex mit Gemeindesaal, Pfarramt und Pfarrwohnung so: „Es soll ein Ort der Gemeinschaft werden.“

Rund 3450 evangelische Christen gehören der Gemeinde der Heilandskirche an, deren neue Begegnungsstätte innerhalb des Prodekanats München-Südost durchaus „Vorbildfunktion“ haben soll, die der für Bau und Liegenschaften zuständige Stefan Neukamm anmerkte. „Als Motto galt ,Aus 3 mach 1‘. Diese Konzentration mehrerer Standorte vereinfacht Organisation und Finanzierung. So werden in sehr guter Weise die Weichen für die Zukunft gestellt. Dieses Gemeindezentrum wird ein Mittelpunkt mit hoher Anziehungskraft sein.“

Darüber konnten sic die Besucher des Festakts bei der abschließenden „Kleinheit des Umtrunks“, wie Ballhorn sagte, austauschen. Dem Vernehmen nach kostet die Gesamtinvestition immerhin rund vier Millionen Euro. Also wurde beim Kulinarischen ein wenig gespart – und zugleich hinzuverdient: mit dem Verkauf neuer Tassen von der Heilandskirche, der Erlös fließt ebenfalls ins Bauprojekt.

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