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Er fliegt nicht mehr Johannes „Danger“ Borschel hat nach 16 Jahren den Verein gewechselt und geht nun für Fürstenfeldbruck auf Torejagd – in Unterhaching müssen die Handballer erstmals ohne ihn auskommen.

Handball

Erste Saison ohne Johannmes „Danger“ Borschel

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Saisonstart in der Handball-Bayernliga - und HT München, das Kooperationsprojekt aus Unterhaching und Taufkirchen, steht vor einem Neubeginn.

Unterhaching/Taufkirchen– Die Handballer von Hachinger Tal München stehen vor einer Bayernliga-Saison mit zwei neuen Faktoren. Es ist die erste ohne den langjährigen Torjäger Johannes Borschel. Und die erste mit dem neuen Trainer Bernhard Karg.

Egal wo, wenn er das Spielfeld betrat, zitterten die Gegner. Denn seine Torgefährlichkeit war weithin gefürchtet: Johannes „Danger“ Borschel wirbelte 16 Jahre lang für den TSV Unterhaching und den HT-Zusammenschluss mit Taufkirchen – doch jetzt versucht er sein Glück in der 3. Liga beim TuS Fürstenfeldbruck.

Die erste Saison also seit einer gefühlten Ewigkeit ohne das Hachinger Handball-Urgestein, der Ende der vergangenen Spielzeit sogar Interimstrainer war: Wo steht das HT-Team ohne „Danger“?

„Das wird das Spannende“, sagt der neue Trainer, Bernhard Karg (31). „Wie gut gelingt es uns, den Verlust von Johannes Borschel und dem früheren Zweitligaprofi Richard Wöss, der nach Österreich gewechselt ist, zu kompensieren? Denn ein-zu-eins ersetzen kann man die beiden nicht – es haben sich einfach zu viele Automatismen gebildet, die sich auf die Schnelle nicht neu kreieren lassen.“

Vor dem Saisonauftakt mit dem Heimspiel an diesem Sonntag (16 Uhr, Hachinga-Halle in Unterhaching) gegen den VfL Günzburg sieht Bernhard Karg seine Mannschaft aber gut gerüstet. Der neue Trainer, vom TSV Allach gekommen, erfreut sich an leistungsstarken Neuzugängen. Nicolas Gräsl (SG DJK Rimpar II) und Sebastian Schmidt (HaSpo Bayreuth) sind die neuen Kreisläufer, „aber andere Spielertypen als Borschel“. Für den Rückraum sind Moritz Rädler (HSG Würm-Mitte), Leo Udovicic (Eichenauer SV) und Wael Mamoka (SF Schwaikheim) zum HT-Team gestoßen. Torwart Kai Kussmaul (HSG Würm-Mitte) und talentierten Jugendspieler komplettieren den Kader.

„Vor allem Richard Wöss als ehemaliger Zweitliga-Linkshänder ist kaum zu ersetzen“, sagt der neue Trainer. Das Saisonziel formuliert er zweistufig: „Das Minimalziel lautet, so schnell wie möglich den Klassenerhalt zu sichern. Das Optimalziel wäre, die Platzierung der vergangenen Saison(Platz neun; d. Red) zu übertreffen. Aber mehr ist nicht machbar.“

Über seine Handball-Philosophie sagt der Doktorant, den Weggefährten als akribischen Arbeiter beschreiben, vor dem Auftaktspiel gegen Günzburg: „Ich lege viel Wert darauf, dass die Spieler ein breites Verständnis für taktische Feinheiten entwickeln und diese dann eigenständig umsetzen. Mir ist es wichtig, die spielerische Entwicklung voranzutreiben – ich freue mich sehr auf diese Herausforderung bei HT München.“

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