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Axel Windecker wird neuer Pfarrer in Unterhaching.

Pfarrverband Unterhaching

Herz für Feuerwehr und Brauchtum: Axel Windecker wird neuer Pfarrer

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Das Rätselraten hat ein Ende: Axel Windecker wird ab dem 1. September neuer Pfarrer im Pfarrverband Unterhaching. Der 46-Jährige tritt die Nachfolge von Kilian-Thomas Semel an, der sich, wie berichtet, nach Haar verabschiedet.

Unterhaching – Im Ostermontagsgottesdienst in St. Lantpert (Dekanat Freising), wo Windecker seit 2005 tätig ist, teilte er den Gläubigen seinen Wechsel mit. Gestern folgte eine offizielle Pressemitteilung des Erzbischöflichen Ordinariats zu der Umbesetzung.

Dass Windecker nur etwa zwölf Jahre in Freising bleiben wolle, hatte er von vornherein so kommuniziert. Dass seine Wahl nun auf Unterhaching fiel, hat mehrere Gründe, wie der Pfarrer im Gespräch mit dem Münchner Merkur darlegte – auch Feuerwehr und Brauchtumspflege spielen eine Rolle.

In erster Linie geht es natürlich um seinen Beruf als Pfarrer. „An Unterhaching reizt mich, dass sich der Pfarrverband – anders als in Freising – an einem einzigen Ort befindet. So kann man mehr bewegen“, glaubt Windecker. Er kennt die Situation in Unterhaching, wo nach St. Alto und St. Birgitta im Jahr 2012 auch St. Korbinian in den Pfarrverband integriert worden ist. Windecker weiß, dass dieser Dreiklang noch nicht optimal harmoniert: „Es ist Wunsch der Diözese, St. Korbinian stärker einzubeziehen, mehr Miteinander statt Nebeneinander herzustellen.“ Ideen, wie er dies angeht, hat der 46-Jährige schon.

Ein besonderes Faible hat der gebürtige Münchner, vor seiner Freisinger Zeit Jugendpfarrer in Freimann und Kaplan in Milbertshofen, für die Feuerwehr. „Die ist in Unterhaching besonders gut aufgestellt und weithin bekannt. Ich werde mich dort auf jeden Fall vorstellen und würde gern im aktiven Feuerwehrdienst mitwirken.“ Windecker sieht es als „schöne Kombination, den Pfarrer auch mal von einer anderen Seite erleben zu können“. In Freising fungiert er seit Jahren als Feuerwehrseelsorger, eine ähnliche Rolle könne er sich gut in Unterhaching vorstellen. Zudem bietet Windecker an, bei Bedarf Kreisfeuerwehrseelsorger Hermann Saur aus Taufkirchen zu unterstützen.

Dritter Pluspunkt für Unterhaching: das hierzulande intensiv gepflegte Brauchtum. „Ich bin eigentlich ein konservativer Mensch. Brauchtum ist mir sehr wichtig – aber nicht um jeden Preis.“ Mit dem Brauchtum sei es wie mit der Pockenimpfung, wählt er einen plastischen Vergleich: „Lange Zeit war sie ein Segen für die Menschheit, bis es hieß, die Nachteile der Impfung würden die Vorteile überwiegen. Mit dem Brauchtum ist es ähnlich: Es kann über Jahrhunderte hinweg sinnvoll gewesen sein – aber gibt es heute noch genug, was das Brauchtum stützt? Oder muss es anders gedeutet werden?“ In Unterhaching fühle er sich in puncto moderner Brauchtumspflege gut aufgehoben.

Mit der Eingewöhnung erwartet der neue Pfarrer keine Schwierigkeiten. Dies liege auch daran, dass Vorgänger Kilian-Thomas Semel erst seit sechseinhalb Jahren in Unterhaching wirkt. In Freising sei es 2005 komplizierter gewesen, denn der Vorgänger stand 35 Jahre lang in Amt und Würden, mischte danach immer noch im Hintergrund mit.

Falls es geht, möchte Windecker neben seiner DVD-Sammelleidenschaft sein altes Hobby intensivieren: Kart fahren. Sofern Zeit bleibt neben Seelsorge, Feuerwehr und Brauchtum.

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