Erinnerung: Auf einer Weinflasche im Lokal von Gino Errichietti prangt ein Foto von Salvino la Fisca. So soll der Freund und Namensgeber des neuen Restaurants unvergessen bleiben.
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Erinnerung: Auf einer Weinflasche im Lokal von Gino Errichietti prangt ein Foto von Salvino la Fisca. So soll der Freund und Namensgeber des neuen Restaurants unvergessen bleiben.

„da Salvino“ hat eröffnet

Rührende Geste: Unterhachinger Wirt widmet neues Lokal einem ganz besonderen Freund

  • Laura May
    VonLaura May
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Gino Errichietti feierte jetzt die Eröffnung seines neuen italienischen Lokals in Unterhaching. Der Name „da Salvino“ hat dabei eine ganz besondere Geschichte.

Unterhaching - Gino Errichietti kam 1982 mit 17 Jahren alleine aus Potenza, der Hauptstadt der süditalienischen Provinz Basilicata, nach Deutschland – und schon bald schon nach Unterhaching. Auf der Suche nach Arbeit landete er 1986 bei Salvino la Fisca in der Küche, der an der Hauptstraße eine Pizzeria betrieb. Gino Errichietti blieb Unterhaching bis heute treu und eröffnete nun sein neues Restaurant „Gino da Salvino“.

Aus Kollegen werden Freunde

Der Name ist eine Hommage an den kürzlich verstorbenen Salvino la Fisca, der dem heute 56-Jährigen in seiner Pizzeria da Salvino in der 1980er Jahren eine Perspektive ermöglichte und später ein langjähriger Freund wurde. „Ich habe zehn Jahre bei ihm gearbeitet“, erinnert sich Errichietti.

Er selbst hat seitdem viele Erfahrungen gesammelt und ist alles andere als ein Neuling in der Unterhachinger Gastronomieszene: Er führte bereits von 1996 bis 2014 den Sportpark der SpVgg Unterhaching und von 2010 bis 2013 das Restaurant „La Familia“ im örtlichen Freibad.

Auch die neu eröffnete Lokalität ist ihm schon mehr als vertraut. „Ich habe den Laden 2008 bis 2011 geführt“, sagt Errichietti. Danach habe ihn seine ehemalige Partnerin unter dem Namen „Trattoria da Conny“ übernommen, bis sie das Lokal dieses Jahr wieder aufgab. „Jetzt habe ich es wieder“, sagt der Gastronom, „und ich mache alles selbst.“ Vom Einkauf der Lebensmittel über Service und Personalfragen kümmere er sich. Nach einer kompletten Renovierung in den vergangenen Wochen bietet Errichietti nun saisonale Gerichte an. „Eine feste Karte gibt es bei uns nicht“, erklärt der Gastronom.

Kinder helfen tatkräftig mit

Hilfe bekommt er unter anderem von seinen beiden Kindern Marina (27) und Marco (29). Das ist Familienehrensache. „Eigentlich bin ich seine rechte Hand“, klärt Marina lachend im Vorbeigehen auf, während sie Gäste empfängt. Auch Gino Errichiettis Enkelsohn sitzt an einem Stehtisch und beobachtet entspannt, wie sein Opa und seine Mutter den Laden schmeißen. Salvino la Fisca hätte diese familiäre Atmosphäre vermutlich gefallen, die das Lokal erfüllt, welches seinen Namen trägt.

„Salvino ist leider am 15. Juli verstorben“, sagt Gino Errichietti traurig. Mit einer Weinflasche in der Hand, von deren Etikett Salvino la Fiscas lachendes Gesicht strahlt, fügt er zuversichtlich hinzu: „Aber hier lebt er weiter.“

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