Nach der Pandemie sollen die Homeoffice-Optionen in der Kreisverwaltung nicht zurückgeschraubt werden. (Symbolbild)
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Nach der Pandemie sollen die Homeoffice-Optionen in der Kreisverwaltung nicht zurückgeschraubt werden. (Symbolbild)

Server aufgestockt

Nie wieder Büro

  • Max Wochinger
    vonMax Wochinger
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1100 Beschäftigte des Landratsamts München arbeiten derzeit im Homeoffice. Nach der Corona-Krise will die Kreisverwaltung Homeoffice sogar noch vorantreiben.

Landkreis – Ein Großteil der Unternehmen im Landkreis hat seine Beschäftigten ins Homeoffice geschickt. Auch das Landratsamt bietet seinen Mitarbeitern die Möglichkeit an, von Zuhause zu arbeiten. Wenn die Corona-Krise zu Ende ist, soll das so bleiben.

Der Landkreis beschäftigt rund 1700 Mitarbeiter. Mehr als 1100 arbeiten derzeit in ihren eigenen vier Wänden. „Insgesamt ist die Tendenz der Homeoffice-/Mobil-Arbeitsmöglichkeiten weiterhin steigend“, teilt Sprecherin Franziska Herr mit.

Insgesamt ist die Tendenz der Homeoffice-/Mobil-Arbeitsmöglichkeiten weiterhin steigend.

Sprecherin Franziska Herr

Waren im Dezember 2019 rund 350 Beschäftigte in Homeoffice oder mobiler Arbeit, nutzten im Oktober 2020 schon 970 Mitarbeiter diese Möglichkeiten. Aktuell sind es rund 130 mehr. Die Zahl der für Homeoffice erforderlichen Server wurde seit Dezember 2019 von 35 auf heute 85 ausgebaut.

Ziel: „Homeoffice- und Mobil-Arbeitsmöglichkeiten weiter ausbauen“

„Unser Ziel ist es, die Homeoffice- und Mobil-Arbeitsmöglichkeiten für unsere Mitarbeiter weiter auszubauen“, sagt Herr weiter. Die technischen Kapazitäten dafür seien vorhanden. Technische Probleme habe es bislang nicht gegeben.

Nicht alle Arbeitsbereiche sind für Homeoffice geeignet. Etwa bei Arbeitsvorgängen, die nicht oder nur unvollständig digitalisiert werden können. Arbeiten, bei denen in Pandemiezeiten kein oder nur geringer Aufschub möglich ist, seien ebenfalls nicht Homeoffice-gerecht. Etwa die Erteilung von Aufenthaltsgenehmigungen oder Vorgänge in der Kfz-Zulassungsstelle sowie in der Führerscheinstelle.

Vorraussetzung für Homeoffice: Dienstbetrieb muss weiterlaufen

Nach der Pandemie sollen die Homeoffice-Optionen nicht zurückgeschraubt werden. Im Gegenteil: Die Kreisverwaltung will sie vorantreiben. „Die technischen Möglichkeiten und Kapazitäten hierfür sind vorhanden“, sagt die Sprecherin. Die Führungskräfte seien weiterhin dazu angehalten, für ihre Mitarbeiter Homeoffice-Möglichkeiten zu prüfen und zu ermöglichen. Voraussetzung sei immer, dass der Dienstbetrieb weiter läuft.

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