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Rudolf Maier (r.) bleibt erster Vorstand der Hachingertaler. Dazu gratuliert Unterhachings Bürgermeister Wolfgang Panzer (l.). Wiedergewählt wurden auch (v.l.) Andreas Trost, Josef Griesberger, Birgit Griesberger und Uwe Jentsch.

Zu wenige Besucher

Trachtler blasen Singen ab

Unterhaching - Von einer lieb gewonnenen Tradition müssen sich D'Hachingertaler verabschieden. Das Frühjahrs- und das Herbstsingen wird es 2017 nicht mehr geben.

Der Grund: Immer weniger Besucher waren in den vergangenen Jahren zu den Veranstaltungen gekommen. Aufwand und Kosten können damit nicht mehr gedeckt werden. „Das steht in keinem annähernd vernünftigen Verhältnis mehr zueinander“, sagte Maier auf der Hauptversammlung. Den Mitgliedern empfahl der Vorstand deshalb, das Frühjahrs- und Herbstsingen ab 2017 nicht mehr durchzuführen. Ein Entschluss, der allgemeines Bedauern hervorrief.

Besonders traurig war Anton Trost. Er hatte das erste Frühjahrssingen im Jahr 1979 in Unterhaching initiiert und letztlich zu einem festen Termin im Unterhachinger Kulturkalender gemacht. Noch zur Feier des 95. Bestehens in diesem Jahr wurden D’Hachingertaler als „musikalischster Verein im ganzen Isargau“ gelobt. Trost bedauerte, dass in den vergangenen zwölf Jahren immer weniger Menschen zum Frühjahrs- oder Herbstsingen gekommen waren. Damit zeige sich auch „ein schwindendes Interesse am Erhalt bayerischer Kultur und Lebensart und letztlich an der eigenen Identität“.

Erfreulichere Nachrichten gab es hingegen vom Gaupreisplattln im Frühjahr. Hier war es Tanja Seiderer und Sabrina Griesberger erneut gelungen, sich für die Gaugruppe beziehungsweise Jugendgaugruppe zu qualifizieren. Die Mitgliedschaft in der jeweiligen Gaugruppe ist auf ein Jahr begrenzt – und muss beim Gaupreisplattln jährlich neu „erworben“ werden, erläuterte Maier auf der Jahreshauptversammlung. Tanja Seiderer wurde zudem als erste Vortänzerin in den Gauausschuss des Isargaus gewählt.

Auch die Wiederwahl der Vorstandschaft per Akklamation gestaltete sich bei den Hachingertalern „unkompliziert“, wie es in der Pressemitteilung heißt. „Es war die vermutlich schnellste und kürzeste Wahl in der Geschichte des Vereins.“ Selten wurde „so viel Einstimmigkeit demonstriert“, stellte Franz Trost fest. „Damit zeigt sich deutlich, dass die in den vergangenen drei Jahren von der Vorstandschaft geleistete Arbeit von den Vereinsmitgliedern uneingeschränkt befürwortet wird.“

Gewählt wurden Josef Griesberger (zweiter Vorstand), Uwe Jentsch (erster Schriftführer), Birgit Griesberger (erster Kassier) sowie Andreas Trost (erster Vorplattler). Der neue Ausschuss besteht weiterhin aus Tanja Seiderer (erster Jugendleiter), Stefan Bardt (zweiter Vorplattler), Erich Schatz (zweiter Kassier), Roland Steinmetz (zweiter Schriftführer), Georg Hasubek (zweiter Jugendleiter) sowie Ursula Schrödel (Zeugwart). Das Amt des Pressewarts übernimmt weiterhin der erste Schriftführer Uwe Jentsch.

Nach dem Ende der Versammlung pflegte der Verein noch bis in den späten Abend das gesellige Beisammensein – wie weiland die Gründungsväter vor 95 Jahren.

mm

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