Erster Schultag in Bayern
+
Corona an Schulen im Landkreis: Mehrere Klassen sind derzeit in Quarantäne. 

Landratsamt München: Durch Schulkinder „kein erhöhtes Risiko für Öffentlichkeit“

Coronavirus: Infektionsfälle an Schulen genauso gefährlich wie alle anderen

  • Doris Richter
    vonDoris Richter
    schließen

Seit Schulstart schielen viele sorgenvoll auf die Coronazahlen. Bisher blieben große Anstiege aus. Das Prozedere bei positiven Tests erklärt das Landratsamt.

Gibt es bisher weitere Corona-Fälle an den Schulen des Landkreises?
Aktuell sind an vier Schulen und drei Kindertagesstätten einzelne Klassen oder Gruppen in Quarantäne. Da auch positive Fälle in Schulen zunächst einmal nicht anders als Fälle einzelner Personen zu behandeln sind, liegt der Fokus des Gesundheitsamts – wie auch in allen anderen Fällen – in erster Linie darauf, umgehend sämtliche Maßnahmen für Infizierte und ihr Umfeld zu ergreifen. Es besteht jedoch kein erhöhtes Risiko für die allgemeine Öffentlichkeit. Alle Betroffenen werden unmittelbar durch das Gesundheitsamt beziehungsweise die Einrichtung informiert. Sollte es zu einem größeren Ausbruchsgeschehen kommen, das gegebennenfalls auch Auswirkungen auf eine größere Personenanzahl haben könnte oder bei dem die Infektions- und Kontaktwege nicht mehr ohne Weiteres nahtlos nachvollzogen werden können, erfolgt selbstverständlich eine umgehende Information der Öffentlichkeit.
Wie genau läuft es ab, wenn ein Schüler positiv getestet wurde?
Geht im Gesundheitsamt die Meldung eines Labors ein, dass eine Person positiv auf das Coronavirus getestet wurde, wird die Person umgehend informiert und nach möglichen Kontaktpersonen befragt. Stellt sich dabei heraus, dass es sich um eine Schülerin oder einen Schüler einer Schule im Landkreis München handelt, setzt sich das Gesundheitsamt direkt mit der Schule in Verbindung und klärt das weitere Vorgehen ab. Besucht die infizierte Person allerdings eine Schule in der Stadt München oder in einem Nachbarlandkreis, wird das dort zuständige Gesundheitsamt über den Fall informiert, welches dann die Kontaktpersonenermittlung beziehungsweise die weitere Betreuung von Einrichtungen übernimmt. In der Praxis übernimmt das für den Indexfall zuständige Gesundheitsamt oftmals aber auch gleich die Erstkommunikation mit den betroffenen Einrichtungen.
Nach welchen Kriterien entscheidet das Gesundheitsamt, welche Schüler für wie lange in Quarantäne müssen und wann wer einen Test machen muss?
Grundsätzlich gilt: Tritt ein bestätigter Fall einer COVID-19-Erkrankung in einer Schulklasse bei einer Schülerin oder einem Schüler auf, wird die gesamte Klasse für vierzehn Tage vom Unterricht ausgeschlossen sowie eine Quarantäne durch das Gesundheitsamt angeordnet. Alle Schülerinnen und Schüler der Klasse werden auf SARS-CoV-2 getestet. Kontaktpersonen der Kategorie I müssen sich in jedem Fall in eine mindestens 14-tägige häusliche Isolation begeben, auch wenn die Testergebnisse in diesem Zeitraum negativ sind. Für weitere Kontaktpersonen, die nicht der Kategorie I zugeordnet werden können, muss jeweils im Einzelfall über ein sinnvolles Vorgehen entschieden werden. Zum Beispiel kann es sein, dass Schüler, die zwar dem Klassenverbund angehören, aber aufgrund von Abwesenheiten mit dem infizierten Schüler keinen Kontakt im infektionsrelevanten Zeitraum hatten, deshalb nicht in Quarantäne müssen. Es muss also immer der Einzelfall betrachtet werden.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Coronavirus im Landkreis München: Elf neue Infektionen übers Wochenende
Coronavirus im Landkreis München: Elf neue Infektionen übers Wochenende
Unbekannte Tote in Isarkanal entdeckt: Polizei bittet um Hinweise - Achtung, verstörende Fotos
Unbekannte Tote in Isarkanal entdeckt: Polizei bittet um Hinweise - Achtung, verstörende Fotos
Neffe fährt Onkel absichtlich mit Auto an: Opfer erleidet Wirbelbruch und Schädel-Hirn-Trauma
Neffe fährt Onkel absichtlich mit Auto an: Opfer erleidet Wirbelbruch und Schädel-Hirn-Trauma

Kommentare