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Streit um Kindergarten

Kinder frösteln in der „Sternschnuppe“

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Ziemlich frisch ist‘s im Kindergarten Sternschnuppe: Über den Zustand  der Einrichtung ist der Gemeinderat aber nicht einer Meinung.

Unterhaching – Reichlich unterschiedliche Ansichten sind im Unterhachinger Gemeinderat aufeinandergeprallt, als es um den Zustand des Kindergartens „Sternschnuppe“ ging. Dass die 1953 gebaute Einrichtung an der Robert-Koch-Straße ein wenig in die Jahre gekommen ist, steht außer Frage.

Ziemlich sauer reagierte Bürgermeister Wolfgang Panzer (SPD) aber auf die Vorwürfe von Julia Mittermeier. Die CSU-Gemeinderätin äußerte sich „entsetzt“ über den Zustand des Kindergartens, unter anderem wegen der alten Heizungen: „In den Gruppenräumen beträgt die Temperatur 19 Grad Celsius – und das, obwohl der Winter noch gar nicht richtig begonnen hat. Das ist unzumutbar für Kinder und Erzieherinnen.“

Panzer wiegelte ab. „Die Heizungssanierung läuft“, sagte er. „Die Kindergartenleitung ist über alle Maßnahmen ausführlich informiert.“ Als Mittermeier weiterhin ihrem „Entsetzen“ Ausdruck verlieh, platzte dem Bürgermeister der Kragen: „Ja, das Gebäude ist fast 65 Jahre alt und nicht so schick wie ein Neubau – aber deshalb müssen wir den Kindergarten doch nicht wegreißen! Wenn Sie einen Kratzer im Lack Ihres Autos haben, lassen Sie doch auch nicht gleich den Kotflügel rausreißen und alles neu machen.“ Panzers Fazit: „Eine Sanierung muss genügen.“

Rathaus-Sprecher Simon Hötzl sagte auf Nachfrage, dass zur Sorge oder gar zum „Entsetzen“ kein Anlass bestehe. „Die Heizungssanierung ist abgeschlossen.“ Das Rathaus-interne Gebäudemanagement habe den Kindergarten grundsätzlich im Auge. „Voraussichtlich werden wir uns die Außenhaut des Gebäudes und die Fenster genauer anschauen“, erläutert Hötzl die weiteren Schritte. „Sollte Handlungsbedarf bestehen, werden wir reagieren – natürlich stets in Absprache mit der Kindergartenleitung“, betont der Rathaus-Sprecher, „um den laufenden Betrieb nicht zu gefährden.“

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