Armin Konetschny saß bereits sechs Jahre im Gemeinderat.
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Armin Konetschny saß bereits sechs Jahre im Gemeinderat.

Überraschungskandidat ist kein Unbekannter

Grüne nominieren Konetschny

Überraschung bei der Aufstellungsversammlung der Grünen in Unterhaching: Die Landtagsabgeordnete Claudia Köhler, die viele als Favoritin gehandelt hatten,tritt nicht als Bürgermeister-Kandidatin an.

Stattdessen wurde der in der Öffentlichkeit bisher noch unbekannte Armin Konetschny (52) einstimmig gewählt. Der ist vom politischen Kurs des Bürgermeisters Wolfgang Panzer (SPD) so gar nicht überzeugt: „Der Status Quo wird nur verwaltet – es passiert nichts.“ 

Der 52-Jährige lebt seit 1976 in Unterhaching und ist IT-Experte bei einer großen Bank. „Als der Atomreaktor in Tschernobyl explodierte, wurde mir schlagartig klar, dass in dieser Welt einiges schief läuft.“ Deshalb wollte er sich politisch engagieren, saß ab 1990 für sechs Jahre im Gemeinderat, schaffte es bei der nächsten Wahl aber nicht wieder ins Gremium. 

Konetschny sieht durchaus Potenzial darin, Unterhaching zur Vorbild-Kommune zu entwickeln, etwa im Bereich des Öffentlichen Nahverkehrs: „Wir müssen jeden Ort genauso schnell wie mit dem Auto erreichen.“ Mehr Fahrradwege seien wichtig. Konetschny befürwortet den Lärmschutzwall an der A 995, will die Gemeinde bis 2030 CO2-neutral machen und Anreize zum Energiesparen schaffen,Wohnraum verdichten, Häuser aufstocken und Unterhaching zu einem relevanten Gewerbestandort machen. 

Ein sportliches Programm: „Aber wir gehen vieles parallel an.“ Sein Erfolgsrezept: „Miteinand redn“. Mehr Versammlungen, digitale Kommunikation zur Jugend – „Mut zur Zukunft“. asp

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