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Zitterpartie: Renate Fichtinger (r.) fehlten am Ende 0,03 Prozentpunkte auf Armin Konetschny (Mitte).

Kommunalwahl Bayern

Unterhaching: Wolfgang Panzer (SPD) muss in die Stichwahl

  • Stefan Weinzierl
    vonStefan Weinzierl
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Bürgermeister Wolfgang Panzer muss eine Extrarunde drehen. Der Sozialdemokrat, der seit 2008 die Amtsgeschäfte im Unterhachinger Rathaus leitet, tritt in einer Stichwahl in zwei Wochen gegen den Bürgermeisterkandidaten der Grünen, Armin Konetschny, an.

Unterhaching  - Panzer erhielt bei der Wahl am Sonntag 48,03 Prozent der Stimmen. Auf Konetschny entfielen 21,07 Prozent.

Noch vor sechs Jahren hatte sich Panzer bereits im ersten Wahlgang mit einem Ergebnis von 52,9 Prozent durchgesetzt – und das sogar bei vier Mitbewerbern. Dieses Mal hatte er nur drei Herausforderer. Neben Konetschny standen Renate Fichtinger von der CSU und der FDP-Kandidat Peter Hupfauer zur Wahl. Letzterer konnte 9,86 Prozent der abgegebenen Stimmen auf sich vereinen. Fichtinger kam auf 21,04 Prozent und lag damit nur 0,03 Prozentpunkte hinter Konetschny. „Das sind gerade einmal eine Handvoll Stimmen“, meinte Rathauschef Panzer, der sich noch nicht hundertprozentig sicher war, ob es in zwei Wochen gegen Konetschny oder doch gegen Fichtinger geht. „Da müssen wir das amtliche Endergebnis abwarten.“ Die Wahlbeteiligung lag bei 54,2 Prozent und damit etwas höher als 2014 (49,6 Prozent).

Konetschny will noch einmal alle Kräfte mobilisieren

„Ich nehme es, wie’s kommt“, kommentierte der Amtsinhaber, den Umstand, dass er dieses Mal in die Stichwahl muss. Er machte das Ergebnis auch an der Verunsicherung fest, die es momentan aufgrund der Coronavirus-Krise in der Bevölkerung gibt. „Jetzt heißt es zwei Wochen abwarten und sehen, was passiert.“ Noch einmal alle Kräfte mobilisieren will Konetschny. Er sei „richtig froh“ über die tolle Resonanz. Jetzt könnten die Grünen ihre „Krisenmanagement-Fähigkeit“ unter Beweis stellen. Fichtinger ging gelassen damit um, dass sie im Endspurt hinter Konetschny blieb. „Ich hatte keinerlei Erwartungen und finde es wunderbar. Selbst Hupfauer strahlte: „Wir haben unser Wahlergebnis ja so gut wie verdoppelt.“ 

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