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Festlich eingeweiht wurde das Kriegerdenkmal am 7. Juni 1925.

Friedensplatz in Unterhaching soll erlebbar werden

Kriegerdenkmal wird saniert

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Frische Farbe bekommen das Kriegerdenkmal und der Friedensplatz. Vor allem aber soll das Areal wieder einladender werden. 

Unterhaching – Das Kriegerdenkmal in Unterhaching muss saniert werden. In diesem Rahmen soll nun auch der Friedensplatz, auf dem das 1925 eingeweihte Denkmal steht, einen neuen Anstrich bekommen: Geplant ist, für die Neugestaltung einen Landschaftsarchitekten zu beauftragen, um den Friedensplatz für alle erlebbarer zu machen.

Heimatpfleger Günter Staudter gab im Bauausschuss einen kurzen historischen Abriss. Am 7. Juni 1925 ist das Kriegerdenkmal eingeweiht worden. Der Münchner Bildhauer Constantin Frick hatte eine Stele aus Muschelkalk geschaffen mit auslaufenden und stilisierten Eckstützen, deren oberes Ende Löwenköpfe abschließen. Die Basis der Stele bildet ein vierseitiger Quader mit Skulpturen. Auf der Südseite die Schrift: „Gedenket der Toten und bewahrt den Frieden“. Die ursprüngliche Inschrift lautete: „Ihren gefallenen Helden gewidmet von der Gemeinde Unterhaching“. Die Basis ruht auf einem vierstufigen Achteck. Gekrönt wird die Stele mit einer bronzenen Patrona Bavariae. Außergewöhnlich ist, dass es keine Tafel mit den Namen der Gefallenen und Vermissten gibt. Die Namen sind in den Unterhachinger Kirchen festgehalten.

1955 ist das Kriegerdenkmal schon einmal renoviert worden: Damals wurden die Muschelkalk-Kugeln auf den Eckstützen durch Laternen ersetzt. „Aber die werden mittlerweile als Papierkörbe benutzt“, sagt Staudter.

Der Heimatpfleger plädiert dafür, sich bei der geplanten Umgestaltung am ursprünglichen Konzept zu orientieren. Dieses sieht vor, dass vier Wege zum Denkmal führen. „Der ganze Platz würde von einer Neugestaltung profitieren“, sagt Staudter. Derzeit schotte sich der Friedensplatz, der bis zum Jahr 1933 namenlos war und bis 1945 dann Hindenburgplatz hieß, vom Umfeld ab. Die Idee ist nun, ihn für die Allgemeinheit erlebbarer werden zu lassen.

„Im Moment ist der Friedensplatz nicht schön, aber auch nicht hässlich“, sagte Gertraud Schubert (Grüne). Bürgermeister Wolfgang Panzer (SPD) betrachtet die gesamte Umgestaltung auch unter tiefbautechnischen Aspekten: „Es gibt dort einen Entwässerungsgraben. Man muss sich das Gesamt-Ensemble genau anschauen.“

Das soll nun ein Landschaftsarchitekt übernehmen und ein Konzept über die reine Denkmalrenovierung hinaus entwerfen. Insgesamt sind dafür Ausgaben von 17 000 Euro eingeplant.

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