1. Startseite
  2. Lokales
  3. München Landkreis
  4. Unterhaching

Kritik in Versform wegen Pflastererweiterung am Hachinger Bach

Erstellt:

Von: Stefan Weinzierl

Kommentare

Ein Protest-Gedicht zum Abreißen hat ein Unbekannter kurz vor Beginn der Bauarbeiten aufgehängt.
Ein Protest-Gedicht zum Abreißen hat ein Unbekannter kurz vor Beginn der Bauarbeiten aufgehängt. © Stefan Weinzierl

Die Gemeinde hat ein Teilstück des Weges, der westlich des Hachinger Baches vom Park Le Vesinét entlang des Freibades, des Altenheims und der Sportanlage an der Hachinger Halle entlang führt, verbreitern lassen. Eine Aktion, die nicht jedem Bürger gefallen hat.

Unterhaching – Vor Beginn der Bauarbeiten hatten ein oder mehrere Unbekannte Protestplakate entlang des Weges aufgehängt. „Super! Immer alles zupflastern“ war auf einem zu lesen. Auf einem anderen Zettel hatte ein Bürger gar seine Kritik in Form eines Gedichtes mit dem Titel „Ordnung muss sei auf dera Welt“ hinterlassen. „Ja für was za’n mir denn des schene Steuergeld, Mir trag’n jetzt alle dazua bei, A End muss her mit dera Schlamperei, Statt arme Kinder helfa, nehma jetzt den Zaster und bau’n auf unsere Wegerl mehra Pflaster“, schimpft der Unbekannte in Versform und zeigt Mitleid mit den Hunden und ihren Besitzern, die den Weg gerne zum Gassigehen nutzen: „Der Dackel hat jetzt nix mehr zum Lacha. Wo soll er denn jetzt no sei Häuferl macha?“ Indirekt Kritik übt der Dichter dagegen an den Radfahrern, die neben den Fußgängern die Strecke häufig nutzen: „Dafür hab’n d’Radler nacha mehra Spaß, denn auf’m Pflaster gibt ma besser Gas.“

Protest endet mit einer Übertreibung

Das Protest-Gedicht endet mit einem wohl nicht ganz ernst gemeinten Vorschlag an die Verantwortlichen des Bauprojekts: „Da war a Vorschlag no zum Diskutieren: Ma kunt den ganzen Bach zua betonieren!“

Verbreiterung musste sein

Laut Gemeindeverwaltung musste die Verbreiterung des Geh- und Radwegs zwischen der Brücke zum Stadion an der Hachinger Halle und dem Sportplatz aus verkehrsrechtlichen Gründen verbreitert werden. Tatsächlich ist bislang immer wieder einmal auf dem Teilstück zu gefährlichen und konfliktreichen Situationen gekommen, wenn sich Fußgänger, Radfahrer und Zuschauer von Fußball-Jugendspielen auf dem schmalen Weg begegnen. Die Verbreiterung trägt nun hoffentlich zu etwas Entspannung bei.

Auch interessant

Kommentare