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Jessica Libbertz im Krankenhaus! Ärzte mussten schnell handeln

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Setzt auf die Vernunft der Bürger: Landrat Christoph Göbel.  Foto: Gerald Förtsch
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Die Maskenpflicht gilt ab Freitag für Schüler auch im Unterricht. Landrat Christoph Göbel setzt darüber hinaus auf die Vernunft der Bürger.

Coronavirus

Strengere Regeln ab Freitag: Landkreis erlässt Allgemeinverfügung

  • Martin Becker
    vonMartin Becker
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Mit einer Allgemeinverfügung, die ab dem morgigen Freitag gilt, zieht der Landkreis München die Zügel an im Kampf gegen das Coronavirus und verschärft die Regeln.

  • Weil die Corona-Fallzahlen im Landkreis München steigen, erlässt der Landrat eine Allgemeinverfügung
  • Strengere Regeln für Veranstaltungen, Vereinssitzungen, Schulen
  • Verfügung tritt ab Freitag in Kraft

Landkreis – Betroffen sind vor allem Veranstaltungen wie Hochzeiten, Beerdigungen, Geburtstage sowie Vereins- und Parteisitzungen. In Schulen gilt zudem ab der fünften Jahrgangsstufe eine strikte Maskenpflicht auch während des Unterrichts. Die Allgemeinverfügung ist zunächst zeitlich auf eine Woche begrenzt bis Donnerstag, 22. Oktober (24 Uhr).

Coronavirus im Landkreis München: Landrat begründet Dringlichkeit

„Der Inzidenz-Warnwert von 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen ist im Landkreis München am Samstag überschritten worden. Am Dienstag lag er bei 37,95 – es ist anzunehmen, dass der Wert sich oberhalb von 35 stabilisiert“, begründete Landrat Christoph Göbel am Mittwochnachmittag die Dringlichkeit.

Das sind die Kernpunkte der Verfügung

Bei der Allgemeinverfügung orientiert Göbel sich am Nachbarlandkreis Starnberg, wo tags zuvor eine Allgemeinverfügung erlassen wurde. „Die Regelungen dort sind sehr durchdacht und rechtmäßig, beide Landkreise haben eine vergleichbare Infektionslage“, sagte Göbel. Kernpunkt ist eine Herabsetzung der Teilnehmer-Obergrenze für Veranstaltungen, die einen persönlichen Zuschnitt haben oder sich an einen absehbaren Personenkreis richten, also private Feiern oder Vereins-Sitzungen. Die bisher gemäß der landesweiten Regelungen erlaubten Teilnehmerzahlen werden im Landkreis München halbiert: auf maximal 50 Personen in geschlossenen Räumen oder 100, wenn die Veranstaltungen unter freiem Himmel stattfindet. Bei Veranstaltungen in privat genutzten Räumen oder auf Privatgrundstücken sind höchstens 25 Teilnehmer zulässig. Sport- und Kulturveranstaltungen sind davon nicht betroffen – bei ihnen greifen Hygienekonzepte und Abstandsregeln. Ebenso sind Bürgerversammlungen als öffentliche Veranstaltungen nicht von den Einschränkungen tangiert.

Maskenpflicht auch im Unterricht

Darüber hinaus gilt, abweichend von den landesweiten Regeln, auch während des Unterrichts eine Maskenpflicht in sämtlichen Schulen ab der fünften Jahrgangsstufe; Grund- und Förderschulen sind nicht tangiert.

Maximal fünf Personen sollen sich treffen, auch Gastronomie soll sich daran halten

Als dringende Empfehlung nahegelegt wird den Bürger zudem, den gemeinsamen Aufenthalt im öffentlichen Raum auf Gruppen von maximal fünf Personen oder Angehörige des eigenen und höchstens eines weiteren Hausstands zu beschränken. Gastronomiebetriebe werden ausdrücklich aufgefordert, diese erweiterten Kontaktbeschränkungen bei der Bestuhlung zu berücksichtigen.

Alkoholverbot ab 22 Uhr steht nicht zur Debatte

Noch kein Thema ist ein Alkoholverbot ab 22 Uhr wie in der Landeshauptstadt München. „Das wäre die nächste Eskalationsstufe“, sagt Christoph Göbel. Dass nächtliche Saufgelage sich vom Stadtgebiet in den Landkreis verlagern könnten, glaubt er nicht: „Unser Gemeinwesen wird nur funktionieren, wenn die Menschen vernünftig sind.“ Verstöße gegen die Allgemeinverfügung können teuer werden: Sie gelten als Ordnungswidrigkeit und werden mit einem Bußgeld geahndet.

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