Sport, Spiel und Akrobatik zeigen Kinder im „Circus Blamage“ – dieses Inklusions- und Kulturprojekt gibt es seit 1993. Jetzt hat der Circus in Unterhaching Station gemacht. Foto: Michel

„Manege frei“ für 45 Kinder

Unterhaching - Zum Abschluss des Circusprojekts in Unterhaching hieß zwei zwei Tage lang „Manege frei“: 45 Kinder und Jugendliche hatten ihren großen Auftritt im „Circus Blamage“.

Das beheizte Zelt stand eine Woche lang auf dem Gelände der Heilpädagogischen Tagesstätten der Lebenshilfe München in Unterhaching - dort haben behinderte und nichtbehinderte Kinder gemeinsam bei Sport, Spiel und Akrobatik schnell zusammengefunden. Die Kinder trainierten Übungen und Kunststücke, die sie zum Abschluss des Projekts dem Publikum präsentieren. 20 Trainer und Pädagogen (meist selbst Jugendliche, die sich im Circus Blamage engagieren), leiten gezielt an, helfen und unterstützen. Dabei verwischen die Grenzen zwischen „behindert“ und „nicht-behindert“, und so zeigt der Circus sehr lebhaft, was Inklusion bedeutet und auch erreichen kann. „Eine Teilhabe von Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben braucht passende Angebote und einen geeigneten Rahmen. Indem wir ihnen eine Bühne geben, schaffen wir auch Öffentlichkeit. Und die braucht es zum beiderseitigen Verständnis“, erläutert Peter Puhlmann, Geschäftsführer der Lebenshilfe München. Er verdeutlicht damit den Inklusionsgedanken des Projekts.

Die Idee zum „Kinder- und Jugendcircus Blamage“ entstand 1989 aus einer Jugendfreizeit auf der Insel Pellworm. 1993 wurde schließlich der Verein Kinder- und Jugendcircus Blamage gegründet. Er ist eingetragener und gemeinnütziger Verein, der sich die Aufgabe gestellt hat durch seine Angebote die motorischen, kreativen, künstlerischen und sozialen Fähigkeiten von Kindern, Jugendlichen und Menschen mit Behinderung zu fördern. Unterstützt wird der Circus vom Kreisjugendring München, der Stiftung Lebenshilfe, der Stiftung der Kreissparkasse und dem Landkreis München.

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