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Die Schüler agieren mit großer Spielfreude, und man spürt, dass auch sie die Dynamik nur allzu gut kennen.

Mobbing, Freundschaft, Anderssein

Mit „Die Perlmutterfarbe“ schafft es die Theatergruppe des Lise-Meitner-Gymnasiums in Unterhaching, eine bedrückende Atmosphäre zu erzeugen. Theaterleiterin Ursula Honisch ist es gelungen, die Romanvorlage der jüdischen Autorin Anna Maria Jokl in einen modernen Kontext zu setzen.

Unterhaching –In dem Stück geht es um Vorurteile, Macht und die Angst, ausgegrenzt zu werden. Der beliebte Alexander aus der A-Klasse (Alexandra Wiesner) verschüttet versehentlich ein Fläschen der „Perlmutterfarbe“. Diese besondere Farbe gehört seinem Klassenkameraden Maulwurf (Clara Born). Der unbeliebte Neue, Gruber (Marius Nieler), findet heraus, was Alexander getan hat und nutzt dies, um ihn sich zum Freund zu machen. Einen Sündenbock hat Gruber bereits parat: Karli (Lenni Tietz) aus der B-Klasse wird als Dieb angeschwärzt. Berauscht von der neugewonnenen Macht über die A-Klasse versucht Gruber alles, um die B-Klasse in ein schlechtes Licht zu rücken.

„Bei diesem Thema waren die Schüler sofort dabei!“, sagt Ursula Honisch. „Mobbing, Freundschaft und Anderssein kennen sie aus ihrem eigenen Alltag.“ Anfangs war Ursula Honisch besorgt, „dass Marius wegen der Rolle des Grubers vielleicht selbst zum Außenseiter werden könnte – aber für die Schüler war das gar kein Thema“.

Schlussendlich decken die Mitschüler Grubers falsches Spiel auf, wenden sich von ihm ab und erkennen, dass ihre Vorurteile unbegründet waren.

Am Ende des Theaterstücks bringen die zwölf bis 14-jährigen Schüler ihre eigene Sicht der Dinge mit einem Rap ein. Die Botschaft ist klar: „Verständnis und Liebe ist, was wir uns wünschen, denn wir sind alle Menschen!“ Denise Bernhard

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