Trotz Corona-Beschränkungen

Illegaler Hinterhof-Verkauf: Polizei erwischt unbelehrbare Blumenhändlerin - das könnte nun extrem teuer werden

  • Josef Ametsbichler
    vonJosef Ametsbichler
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Drei Mal fuhr die Polizei vor, drei Mal erwischte sie eine Floristin aus Unterhaching, als sie trotz der Coronavirus-bedingten Geschäftsschließungen Blumen verkaufte. Das könnte sie teuer zu stehen kommen.

  • Eine Floristin aus Unterhaching hat mehrfach gegen die Corona-Beschränkungen verstoßen.
  • Anwohner machten die Polizei auf das Treiben aufmerksam.
  • Die Frau muss nun mit einer hohen Geldstrafe rechnen.

Unterhaching - Drei Mal fuhr die Polizei bei einem Blumenladen in Unterhaching vor – und drei Mal mussten die Beamten feststellen, dass sich die Betreiberin nicht an die geltenden staatlichen Ladenschließungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie hielt. 

Bereits am Samstag, 28. März, so die Polizei, bekam die Floristin eine Anzeige wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz. Sie hatte demnach aus ihrem Floristikladen heraus einen öffentlichen Straßenverkauf von Blumenwaren betrieben. 

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Corona-Beschränkungen in München: Floristin bleibt unbelehrbar

Doch eine Lehre war es der Geschäftsführerin des Ladens laut Polizeipräsidium offenbar nicht: „Aufgrund entsprechender Hinweise aus der Bevölkerung“, teilt die Polizei mit, führten die Beamten am Donnerstag, 9. April, gegen 9.45 Uhr erneut eine Kontrolle durch – und stellten fest, dass im Hinterhof des Anwesens auch weiterhin Blumen verkauft wurden. Die betreffende Geschäftsführerin sei daraufhin von den Polizisten eindringlich auf die bestehenden Regelungen hingewiesen und belehrt worden. 

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Corona-Verstoß von Floristin bei München: 5000 Euro Bußgeld - oder noch mehr?

Als die Beamten nur eine gute Stunde später wieder nachschauten, fanden sie allerdings dennoch eine Kundenschlange im Hinterhof, der Verkauf lief einfach weiter. Die Folge: Eine erneute Anzeige für die Floristin. Somit könnte ihr Verhalten die Frau teuer zu stehen kommen: Der Bußgeldkatalog des bayerischen Innenministeriums sieht für die Öffnung von Ladengeschäften des Einzelhandels für Kunden, ausgenommen solche des täglichen Bedarfs, ein Bußgeld von 5.000 Euro vor. Und dann steht noch im Katalog: „Die Regelsätze gelten für einen vorsätzlichen Erstverstoß und sind bei Folgeverstößen bzw. mehrmaligen Verstößen jeweils zu verdoppeln.“

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Rubriklistenbild: © haag/mm

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