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„The Broken Sticks“ aus Neubiberg.

Finale des Newcomer-Contests “Running for the best“

Drei Landkreis-Bands kämpfen um den Sieg

Vier Bands, ein Ziel: gewinnen! Am Freitag stehen drei Bands aus dem Landkreis München und eine aus der Stadt im Finale eines Newcomer-Contests im Feierwerk. Hier gibt‘s die Gruppen im Porträt. 

Landkreis - „Running for the best“ heißt der Newcomer-Contest für junge Musikgruppen aus München und Umgebung. Drei Bands aus dem Landkreis München haben es bis ins Finale geschafft. Das steigt am Freitagabend ab 19 Uhr im „Feierwerk“ in München.  Der Gewinner spielt am 1. Mai 2018 beim „laut.stark“-Festival auf dem Marienplatz.

Die drei Landkreis-Bands im Überblick:

„The Broken Sticks“ aus Neubiberg

Bei „The Broken Sticks“ ist der Bandname Programm, wie Sänger Simon Koob erklärt: „Am Anfang war unser 2,10-Meter-Hulk am Schlagzeug bei den harten Songs etwas übermotiviert. Da ist fast bei jedem Song ein Stick kaputt gegangen.“ Mittlerweile sei die Halbwertszeit aber deutlich länger. Das liegt auch daran, dass bei Koob, Martin Tomlinson, Jannis Renner und Max Krug nicht jeder Song „110 Prozent auf die Fresse“ ist, sondern auch mal Powerballaden oder ein Spaßsong eingestreut werden.

„The Broken Sticks“ aus Neubiberg.

Als Vorbild dienen dem Quartett eher „die alten Größen“ wie „Led Zepplin“, die „Rolling Stones“ oder „Guns N’ Roses“. Deshalb geht ihre Musik am ehesten in Richtung Classic Rock. Die Titel und Melodien komponieren „The Broken Sticks“ allesamt selbst und in gemeinschaftlicher Zusammenarbeit. Das war auch schon in der alten Besetzung so. 

Ursprünglich spielte Marius, ein Freund von Max Krug, Bass, doch aus Zeitgründen verließ er die Band, und Martin Tomlinson stieß dazu. Gefunden hat die Band Martin über eine Facebook-Gruppe, wie es schon bei den anderen Mitgliedern bei der Gründung Anfang 2015 der Fall war. Mit ihrem ersten Auftritt hat die Band bis 2016 gewartet, und das Finale von „Running for the Best“ ist nun bereits das zweite richtig große Event für die 20- bis 23-Jährigen. „Im Mai haben wir beim ,Emergenza’ im Ampere Club neben der Muffathalle gespielt“, sagt Koob. Dabei versuchen „The Broken Sticks“ auch, mit den anderen Bands in Kontakt zu bleiben. So auch mit einem der Finalgegner im „Feierwerk“. „Wir haben uns überlegt, ob wir mit ,Dirty Old Spice’ gemeinsam auftreten“, sagt Koob. Im Januar wollen „The Broken Sticks“ durchstarten. Neben einem Album mit drei Songs veröffentlichen sie eine eigene Homepage und einen YouTube-Kanal.

„Unbekanntes Pferd“ aus Riemerling

Rock, nach Möglichkeit „laut“. So beschreibt Hans Olo die Musik, die er gemeinsam mit Ralph S. und Luca Davis auf der Bühne zelebriert. Ihrer Band haben sie den Namen „Unbekanntes Pferd“ gegeben. Auf die Künstlernamen legt die Band Wert. „Das hat als Gag angefangen, aber wurde uns dann doch irgendwie wichtig“, erklärt Hans Olo. 

„Unbekanntes Pferd“ aus Riemerling.

Als Markenzeichen will er die Namen aber nicht bezeichnen, das seien vielmehr die Balken-Brillen, die sie zum Beginn jedes Auftritts für ein paar Minuten aufhaben. Hinter der Show von „Unbekanntes Pferd“ steckt ein genauer Plan. Den gab es auch bei der Bandgründung im November 2016. „Wir haben unabhängig voneinander Anzeigen aufgegeben, wollten unbedingt eine Band gründen. Wir haben dann zufällig gegenseitig geantwortet“, sagt Hans Olo. In der noch jungen Bandgeschichte gab es bereits die erste Veränderung. Rauke F. verließ „Unbekanntes Pferd“, der Name basiert auf dem gleichnamigen Lied von „Rantanplan“. Luca Davis folgte im August. 

Beim Schreiben und den Inhalten ihrer Lieder ist das Trio etwas freier. „Unsere Songs sind eine Mischung aus Spaß-Texten und Gesellschaftskritik“, sagt Hans Olo. Das Finale von „Running for the Best“ ist erst der fünfte und gleichzeitig größte Auftritt von „Unbekanntes Pferd“. Aus den bisherigen versuchen sie, so viel wie möglich mitzunehmen. „Von der Jury wurde uns gesagt, was wir besser machen können, das versuchen wir umzusetzen.“ Langfristig wollen Hans Olo, Ralph S. und Luca Davis professionell auftreten. Castingshows wie etwa „Deutschland sucht den Superstar“ wollen sie bei diesem Ziel aber eher meiden. „Wir wollen auf einer stabilen Basis wachsen“, sagt Olo.

„The Largest Planet on Earth“ aus Unterhaching

Nikolai Fischer, Thiemo Kersing und Felix Große-Plankermann bilden die Band „The Largest Planet on Earth“. Sie kennen sich bereits seit Schultagen, die Band entstand Anfang 2016, als sie alle nach dem Studium wieder nach München zurückgekehrt waren. 

„The Largest Planet on Earth“ aus Unterhaching.

Anfangs schlug das Trio deutlich ruhigere Töne. „Wir wollten erst als Akustik-Cover-Band auftreten, haben dann aber schnell gemerkt, dass uns das nicht so viel gibt wie laute Musik“, sagt Fischer. Heute lassen die 25 und 26 Jahre alten Musiker dennoch einfühlsamere Passagen einfließen. Die Musiker schreiben ihre Texte selbst, einige sind an Science-Fiction-Filme aus den 1960er-Jahren angelehnt. 

Die Final-Teilnahme ist für „The Largest Planet on Earth“ neben dem Finale des „muc-king“-Bandwettbewerbs der bislang größte Auftritt. „Running for the Best“ hat sich für das Trio bereits in doppelter Hinsicht gelohnt: „Wir waren vom Feedback der Jury positiv überrascht und bekommen auch Anfragen von anderen Bands für einen gemeinsamen Auftritt“, sagt Nikolai Fischer. Dennoch: Mit Musik den Lebensunterhalt verdienen – das wollen die Drei aus Unterhaching nicht. Die Musik soll ihr Hobby bleiben und Spaß machen.

Sebastian Schuch

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