Betreuungssituation

37 "Muss-Kinder" ohne Kindergartenplatz

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Unterhaching - Kinderkrippe, Kindergarten, Kinderhort: In Unterhaching suchen immer noch unzählige Eltern verzweifelt einen Platz, um ihre Sprösslinge unterzubringen.

Die Lage bei der Kinderbetreuung hat sich gegenüber Ende April zwar leicht verbessert, aber beileibe nicht entspannt: Für die einzelnen Kita-Gattungen stehen immer noch insgesamt 240 Kinder auf den Wartelisten.

„Der Bedarf steigt durch Zuzug“, hat Hauptamtsleiter Thomas Portenlänger eine Prognose für Kita-Plätze in den nächsten Jahren erstellt. Im Kultur- und Sozialausschuss stellte er den aktuellen, von den Grünen geforderten Sachstandsbericht vor.

Kinderkrippen

Im Bereich der Kinderkrippen verfügt die Gemeinde Unterhaching derzeit über 272 bedarfsanerkannte Plätze. Aufgrund von Personalmangel in den sieben Einrichtungen können momentan 52 Plätze nicht besetzt werden – diese könnten, sofern Personal gefunden wird, bis Ende September noch vergeben werden. Im Tagesmütterprojekt der Nachbarschaftshilfe Taufkirchen, von Unterhaching mitfinanziert, könnten 53 Kinder betreut werden. Insgesamt haben 149 Unterhachinger Kinder keinen Krippenplatz bekommen. „Mit einer Deckungsquote von 60 Prozent sind wir ganz gut aufgestellt“, findet Portenlänger. Durch Zuzug sei in den nächsten Jahren allerdings mit 98 zusätzlichen Krippenkindern zu rechnen. Mittelfristig soll deshalb ein bestehender Kindergarten in eine viergruppige Krippe umgebaut werden. An Ottobrunner Straße oder Oberweg ist für die Zukunft an einen Neubau gedacht.

Kindergarten

In den elf Kindergärten sind 676 Plätze vergeben worden. 37 sogenannte „Muss-Kinder“, die bis zum 30. September drei Jahre alt werden und einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz haben, könnten untergebracht werden, wenn der Personalmangel behoben wird. Im Kindergarten Sternschnuppe ist eine Notgruppe angedacht. Auch hier wird sich der Zuzug mit knapp 100 weiteren Kindergartenkindern in drei bis vier Jahren bemerkbar machen.

Kinderhort

252 Kinder besuchen einen der drei Horte, weitere 220 finden Platz in den beiden Mittagsbetreuungs-Angeboten. Auf der Warteliste stehen 54 Kinder. Für zehn Plätze fehlt das nötige Personal.

Grundschule

Immer enger wird es auch in der Grund- und Mittelschule am Sportpark  und in der Grundschule an der Jahnstraße – in letzterer fehlen schon 2017 zwei Klassenzimmer, was ein Satelliten-Bau kompensieren soll. Mit dem Höhepunkt bei den Schülerzahlen wird 2021/22 gerechnet. Jahnschulleiterin Ursula Löwe vermisst zudem Mehrzweck- und Gruppenräume, auch für die Lehrer: „Es ist sehr, sehr beengt."

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