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Vorsichtshalber schnitten die Einsatzkräfte der Feuerwehr die Insassen des Mercedes aus ihrem Fahrzeug.

Schwerer Auffahrunfall auf der A8

Nach Kollision mit Verletzten: Feuerwehr auf falscher Autobahn unterwegs

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Bei einer Kollision zweier Autos auf der A8 an der Anschlussstelle Unterhaching-Ost sind mehrere Personen verletzt worden. Für die Feuerwehren aus Ottobrunn und Unterhaching verlief der Einsatz dabei alles andere als gewöhnlich.

Unterhaching/Ottobrunn - Der Unfall ereignete sich am Dienstag gegen 22.45 Uhr. Ein 27-jähriger Münchner fuhr laut Polizei mit seinem Mercedes A-Klasse an der Anschlussstelle auf die Autobahn in Fahrtrichtung München auf. Dabei wechselte er sofort auf die linke Spur. Ein 36 Jahre alter Münchner, der mit seinem BMW X5 auf dieser Spur unterwegs war, konnte nicht mehr rechtzeitig abbremsen und fuhr in voller Fahrt auf den Mercedes auf.

Sofort nach der Kollision wurde die Feuerwehr Ottobrunn alarmiert - allerdings zum falschen Ort. Wie Kommandant Eduard Klas erzählt, habe es anfangs geheißen, dass sich der Unfall auf der A99 an der Ottobrunner Anschlussstelle ereignet hat. „Dort haben natürlich vergeblich nach den Unfallwagen gesucht.“ Später wurde den Einsatzkräften der richtige Unfallort genannt und die Unterhachinger Brandhelfer zu Hilfe gerufen.

Vor Ort waren die Einsatzkräfte laut Klas erneut irritiert: „Wir haben zwar den BMW gesehen, jede Menge Glasscherben und auch eine Autoscheibe, die nicht zu dem BMW gehörte. Aber kein weiteres Fahrzeug.“ Deshalb habe man auf der Suche nach dem zweiten Unfallwagen den Graben am Fahrbahnrand ausgeleuchtet und sei weiter in Richtung München gefahren. Erst gut 500 Meter weiter, kurz vor dem Autobahntunnel, das unter dem Landschaftspark zwischen Unterhaching und Neubiberg/Ottobrunn hindurchführt, habe man den Mercedes entdeckt. Klas vermutet, dass der Fahrer unter Schock noch ein Stück weiter gefahren ist, ehe er den Wagen auf der Standspur abstellte.

Weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich die beiden Insassen des Mercedes Verletzungen an der Wirbelsäule zugezogen hatten, wurde laut Klas nach Rücksprache mit dem Notarzt eine „schonende Rettung der Patienten“ eingeleitet. Nach dem Abtrennen aller Türen sowie der B-Säulen entfernte die Feuerwehr zuletzt das Fahrzeugdach und konnte so den 27-Jährigen und seinen Beifahrer hinten aus dem Wrack heben.

Nach Informationen der Polizei stellten sich die Verletzungen aber als nicht so schwerwiegend heraus. Die Rede ist von Prellungen, die sowohl die beiden Insassen des Mercedes als auch der BMW-Fahrer erlitten haben. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 22.000 Euro.

Wegen der aufwändigen Rettungsaktion blieb die Autobahn bis kurz nach Mitternacht in Richtung München komplett gesperrt.

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